Herrmanns Weltrekordversuch abgebrochen

Posted on 27.11.2016


Die internationale Segelmannschaft der „IDEC Sport“ mit dem Hamburger Navigator Boris Herrmann hat ihren Weltrekordversuch am Sonntagmittag (27. November) abgebrochen. Sechs Tage nach dem Start vor Brest hatte sich die Wetterlage so verschlechtert, dass es bereits jetzt unwahrscheinlich erschien, in 45 Tagen um die Welt zu kommen.

Boris Herrmann steuert die IDEC Sport

Die Doldrums machten den ersten Rekordversuch der IDEC Sport 2016 zunichte

Der 31,50 Meter lange Trimaran unter Skipper Francis Joyon befindet sich bereits auf dem Rückweg und wird am kommenden Wochenende in Frankreich erwartet. Dann könnte eine neue Standby-Phase beginnen, um die Jules Verne Trophy doch noch zu gewinnen.

„Die Enttäuschung ist bei uns allen groß. Eine bittere Pille, aber eine konsequente und einzig richtige Entscheidung“, sagte Boris Herrmann. „Wir wussten bei der Abfahrt, dass der Nordatlantik nicht optimal werden würde“, so der 35-jährige weiter, „aber die Doldrums (Kalmengürtel, d. Red.) haben uns den Garaus gemacht.“ In einer unerwartet ausgeprägten Flautenzone südlich der Kapverdischen Inseln verlor die „IDEC Sport“ die entscheidende Zeit, nachdem sie zuvor schon einen kleinen Vorsprung auf den Weltrekord der „Banque Populaire“ von 2012 herausgesegelt hatte. Der steht bei 45 Tagen, 13 Stunden, 42 Minuten und 53 Sekunden über mindestens 22.500 Seemeilen.

Nach eingehendem Studium der zu erwartenden Wetterentwicklung durch Routingstratege Marcel van Triest an Land fasste der Skipper die schwere Entscheidung. „Der akute Rückstand auf den Rekord wuchs zuletzt, aber vor allem die Aussichten waren schlecht“, erklärte Joyon um Umkehr. Boris Herrmann: „Wir hätten den beim Start angepeilten günstigen ‚Anschlusszug‘ im Südatlantik um zwölf Stunden verpasst.“ Rund eine Woche wird es dauern, ehe die sechsköpfige Crew wieder in der Bretagne festmacht.

3 Comments

  1. Na, lieber Boris, dann kommt erst mal wieder gut nach Brest zurück!
    Schade, dass es noch nicht geklappt hat, aber ich gehe davon aus, dass Ihr Euch einen neuen Start nicht nehmen lasst.
    Liebe Grüße von ULLA

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  2. Lieber Boris!
    Wie heißt es in der Politik nach einer Niederlage: Aufstehen und weitergehen.
    Ob hochtechnisierter Trimaran oder kleiner Segler, das letzte Wort haben Wind und See. Das macht das Segeln ja so spannend, dass es nicht bis zum Letzten plan-und organisierbar ist.
    Liebe Grüße, Moritz

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  3. Hi Boris!
    Na so’nen Mist! Aber es gibt ja noch ‘ne Chance und die werdet ihr
    Euch bestimmt nicht entgehen lassen, ‘ne?!
    Lieben Gruß, Christiane B.

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