“Lasst uns spielen.” Mit diesen Worten verabschiedeten sich Loick Peyron und Jean-Pierre Dick samt ihrer “Virbac Paprec 3″ in den Stealth-Modus. Bis heute Abend (25.03.), 21 Uhr unserer Zeit sind sie vom Tracker verschwunden. Zweck ist, den nachfolgenden Booten ihre Taktik zu verheimlichen, auf welche Weise sie dem nahenden Hochdruckgebiet ausweichen. “Mapfre” hat sich – an zweiter Stelle liegend – nun etwas östlich orientiert, hält auf die Kapverden zu.
“Renault”, “Estrella Damm” und “Neutrogena” liegen mittlerweile nur noch 118 Seemeilen auseinander. “Hugo Boss” ist wieder vollkommen zurück im Rennen, hat nach den Stunden zwischen zwei Wettersystemen nun wieder Wind gefunden und Fahrt aufgenommen. Zuletzt meldete der Tracker kolossale 14 Knoten!
Ryan war heute früh in der Videokonferenz zu sehen. Hier einige Auszüge:
Bisher sind wir ganz gut durch die Doldrums gekommen – und klopfen auf Holz. Wir segeln zwischen 5 und 10 Knoten bei den vorherrschenden Winden und sind bisher noch zu keinem völligen Stillstand gekommen. Hoffentlich bleibt das auch so.
In diesen leichten Bedingungen sind wir noch nicht so benachteiligt wie später, wenn mehr Wind weht und Welle herrscht. Bisher sind wir also ziemlich glücklich, mithalten zu können und machen uns unterschiedliche Sorgen, was wohl passieren mag, wenn wir in den stärkeren Passatwind gelangen und ihn auf die Nase bekommen. Noch gibt es keinen reellen Plan. Das Boot ist nun mal in dem Zustand, in dem es ist – aber wir versuchen alles, was wir können, um das Beste heraus zu holen.
Im Moment ist das das einzige, was wir tun können. Wir können die Realität nicht verändern – und die gibt halt vor, dass sich der Kiel nicht bis zum Maximum ankippen lässt. Das kostet Geschwindigkeit. Boris und ich haben das akzeptiert und so gehen wir weiter unseren täglichen Aufgaben nach.
Die Sonne ist jeden Tag ein Problem. Jetzt ist es gerade 32 Grad in der Kajüte, draussen sicherlich 36. Für mich ist das schlimmer, als für Boris, denn ich bekomme sehr schnell einen Sonnenbrand und habe mir schon die Creme mit Schutzfaktor 50 aufgespachtelt, trage Hüte und derartiges Zeug. Das ist wirklich ein Problem hier in der Gegend. Vor sechs Wochen hätte ich mir noch nicht vorstellen können, dass mich Hitze einmal quälen könnte, denn im Southern Ocean war es lausig kalt. Nun würde ich aber sagen, dass die Hitze schlimmer ist, als die Kälte – und ich denke Boris stimmt mir da zu.
Alle sechs Stunden kommen die Positionsreporte rein und ich gucke immer gleich auf die Karte, um zu sehen, wie viele Meilen wir noch zurücklegen müssen, wie schnell wir sind und wann wir ankommen. Aber es wir noch viel passieren: Das Wetter kann sich sehr schnell ändern und wir haben ja schon gemerkt, dass das Mittelmeer sehr tückisch ist. Wir hoffen einfach, dass wir an den anderen dran bleiben und vielleicht sogar noch Meilen gutmachen können. Über den dritten Platz denken wir jedoch kaum nach, denn durch unseren beschädigten Kiel wird das nur schwer möglich.
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Hier sehr ihr zwei neue Videos:
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Zwischenstand beim Barcelona World Race am Freitag (25. März, 1.00 Uhr):
1. Virbac-Paprec 3: Jean-Pierre Dick / Loïck Peyron (beide Frankreich) Stealth-Modus
2. Mapfre: Iker Martínez / Xabi Fernández (beide Spanien) 0 Seemeilen zurück
3. Renault: Pachi Rivero / Antonio Piris (beide Spanien) 888
4. Estrella Damm: Alex Pella / Pepe Ribes (beide Spanien) 968
5. Neutrogena: Boris Herrmann / Ryan Breymaier (Deutschland/USA) 1.012
6. GAES: Dee Caffari / Anna Corbella (Großbritannien/Spanien) 1.552
7. Hugo Boss: Wouter Verbraak / Andrew Meiklejohn (Die Niederlande/Neuseeland) 3.525
8. Fòrum Marítim Català: Gerard Marín / Ludovic Aglaor (Spanien/Frankreich) 3.716
9. We are Water: Jaume Mumbrú / Cali Sanmartí (beide Spanien) 5.449
10. Central Lechera Asturiana: Juan Merediz / Fran Palacio (beide Spanien) 9.403
Mirabaud: Dominique Wavre / Michèle Paret (Schweiz/Frankreich) aufgegeben mit Mastbruch
Président: Jean Le Cam / Bruno García (Frankreich/Spanien) aufgegeben mit Mastbruch
Foncia: Michel Desjoyeaux / François Gabart (beide Frankreich) aufgegeben mit Mastbruch
Groupe Bel: Kito De Pavant / Sébastien Audigane (beide Frankreich) aufgegeben mit Kielschaden



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Hi ihr beiden, es gibt für eure Leistung keine Superlative mehr die mir einfällt. Es ist einfach nur supercool. Seht zu das euer Kiel bis zum Ziel hält. Ich denke nach hinten habt Ihr genug Luft. … und mal sehen was alles noch so in Gibralter passiert.
Weiterhin viel Glück !!!
Jungs,
nu heult`mal nicht eure Teddies nass.
Boot ist kaputt, Essen rationiert und im Arsch kocht das Wasser.
Es gibt Menschen die haben weder ein Boot, noch Essen oder einen Arsch.
Ich habt eine Topleistung abgeliefert, und haltet zwei brandneue Boote in Schach!
An der Pier stecken die Mädels sich schon die Haare hoch. Ihr müsst nur noch hinfahren.
Zackzack an den Inseln vorbei, durchs Nadelöhr und dann über die feuchte Wiese nach Hause.
Jetzt nicht einknicken. Was soll Mutti denken?
Wenn überhaupt einer, dann ihr. Los jetzt!
Ach noch was.
Die spanischen Franzosen sind schon auf der Nordhälfte des Globus angekommen,
und nach Tracker habt ihr zusammen mit den Bierkutschern umgedreht?
Habt ihr den Kraken (die Norweger sagen: Kroken) gesehen?
Aber wenigstens liegt ihr jetzt wieder in Fahrtrichtung vor ED.
Ach Mensch, Bronsky!
Du kannst die Sachen immer so schön auf den Punkt bringen.
Boris und Ryan: für Eure Fans hier könnt Ihr nichts mehr falsch machen. Wir feiern Euch ab, egal was passiert…Deshalb bringt Eure Handcreme einfach nach Hause…notfalls, wie Captain Jack Sparrow am Beginn des Films “Fluch der Karibik Teil I”
…und wenn Ihr durchs letzte Tor fahrt….dann empfehle ich die entsprechende musikalische Untermalung von Blurr (Song No. 2)….zufällig wird die auch am Millerntor ab und zu gespielt ;o)
http://www.youtube.com/watch?v=0NX4bao6i1o
…bleibt gesund und gibt gas!
Claudia & Volker
Ich muss mir auch andauernd die Augen reiben, wenn ich den Tracker anschalte. Gibts da ne magnetische Verschiebung bei euch oder wie? Beide schön eingeratzt unter Deck und nicht geschnallt, dass die Kutsche gedreht hat? Dat sieht da draussen ja wahrscheinlich alles gleich aus.
Also aufgewacht, umgedreht und schön an der entgegenkommenden Bierkutsche vorbei flutschen, dabei lachen und winken, wenn sie euch entgegen kommt. Ihr könnt ja noch kurz nach ner gekühlten Pils-Suppe (auch Löschzwerg genannt) fragen.
@Bronsky: Die Software von BWR scheint langsam den Geist aufzugeben…
Scheint als ob sie als letzte Position eine ältere Position anzeigen. Bei beiden Booten genau auf der eigenen Linie ist doch schon zu auffällig aber jetzt mit dem Update hat sich das ja geklärt.
Wobei, wenns hinter dem Äquator gewesen wäre, könnte man es damit erklären, dass die dann doch den Klabautermann vergessen haben. Soll man nicht machen und aus Fairness spielen die Bierkutscher mit.
Die BWR Homepage sagt ja auch , dass beide Boote auf der Nordhalbkugel angekommen sind.
Sehr schade: Thomas Coville wird es wohl nicht schaffen. Solche Unternehmen sind so sehr vom Wetterglück abhängig, da hilft auch ein noch so modernes Boot nicht. Wenn zuwenig Wind und noch dazu aus der falschen Richtung weht.
Und damit sind wir auch schon wieder zurück bei den Jungs, die nun auch hübsch gegenanballern müssen. Taktisch ist da nicht viel zu machen, bis auf sauberes Segeln und das macht ihr, quasi einfach weiter wie bisher!!!
Markus
Hi guys!
I keep my fingers crossed & wish you fair winds, but not too strong, ok?! Keep on going! And Ryan thanks for the nice video of Neutrogena in the Doldrums!
Christiane
Jawoll!
Mit dem 10.00 Uhr update auf der Oberhälfte angekommen.
Jungs, ihr seid wieder in der “richtigen” Hemisphäre.
Übrigen: ED = estimated Damage! Ihr müsst nur ihr Material müdehetzen!
Force them to failure. Now!
Hallo ihr Helden
Was ist eigentlich mit den Milchmännern in Welligton?? Packen die es noch ??
Die Vorhersagen sehen doch gar nicht soooo schlecht aus, bis ihr hinter denKapverden seid.
Kopf hoch!
Welcom home in the northern hemisphere!
Please confirm ETA for booking the flights to welcome you on the docks!
D
Hallo Boris, Hi Ryan,
gratuliere zur zweiten Äquatorüberquerung. Damit habt ihr zumindest schon mal die Kriterien für eine nonstop Weltumsegelung erfüllt!
Ich wünsche euch starke Nerven für die Reststrecke, die man ja beileibe nicht unterschätzen darf.
Mast- und Schotbruch
Balticsailor
Zu heiss, zu kalt, zu wenig Wind, zu viel und dann auch noch der Kiel…is halt immer was. Ich freue mich schon drauf wenn ihr auch in den unsichtbaren Modus wechselt und an 3. Stelle wieder auftaucht…und ich bleibe auch weiterhin bei meiner These, dass mindestens noch 1 Boot vor Euch den Geist aufgibt….weiterhin Mast- und Schotbruch
Thorsten
P.S.: Gebt Gas, Johannes hat nicht ewig Zeit…
20.00 UTC: grüner Rechtsabbiegepfeil.
Da grient das Gesicht!
Willkommen auf der “oberen” Seite der Erde. Wie seht Ihr dem Aufkreuzen gegen den Nord-Ost-Passat entgegen? Ist das nicht anstrengend, langsam und schlecht fuers Boot? Kann man noch nicht sagen, aber es scheint genuegend Stuerme noerdlich des Azorenhochs zu geben, als dass man eine weitere aber schnellere Route mit halb und raumen Winden um das Azorenhoch herum in betracht ziehen sollte. Virtuell ist mir das das auf sailonline.org gelungen.
Fair Winds aus San Francisco,
Randolf
Hi both,
Thank you for the video and the up date of the boat life. Boris looks quite a bit thin on the photo. Boiling weather less to eat. It’s alway that you miss the things you don’t have. I’m sure you will perfectly manage all these challenges. And I still hope and wish that you can get pass Estrella damm!!
I wonder
Grrr – stupid iPhone user sending before finishing.
I actually wonder about Boris. He seems to be a bit less talky at the moment. I’m looking forward to your next post.
Keep it going and be quick!!
Sebastian
Das sieht doch gut aus.
Weiter so
Gruß von der Nordsee