“Eine reiche Quelle der Unterhaltung, Ermutigung – und an den meisten Tagen auch zugleich die einzige Verbindung zur zivilisierten Welt an Land. Die vielen Mails von Freunden repräsentieren ein wertvolles Element, um mit der Dauer der Reise fertig zu werden.” Diese zwei Sätze schickte Boris gestern über Twitter in die Welt – und bat mich (Johannes), bei der nächsten Aktualisierung der Website die Mail eines alten Freundes zu veröffentlichen, über die sich Boris sehr gefreut hat. Mit Felix, dem Autor der Mail, war Boris früher oft Biken. Zusammen waren sie in der Kieler Radgruppe “Kivelo” aktiv. “Ich habe meine bike trikos mit dem kivelo-Logo immer noch
”, schrieb Boris dazu. Hier nun die Mail von Felix:
Hi Boris,
ich verfolge deine Segelregatten ja nun schon seitdem du Kiel und damit leider auch kivelo verlassen hast. Mit Segeln habe ich ja eigentlich nicht viel zu tun (tatsächlich habe ich mich bei den drei malen, die ich in den letzten zwei Jahren segeln war, als zuverlässiger Flautenmagnet bewiesen), aber deine Langstreckenregatten haben mich von Anfang an fasziniert. Zu der Zeit als wir zusammen Radgefahren sind, bin ich ja gerade von der normalen Mountainbike-Marathondistanz auf die langen Strecken umgestiegen. Zwar ist das, was bei uns auf dem MTB “Langstrecke oder Ultradistanz” ist, nicht wirklich vergleichbar mit dem was ihr leistet (wenn man es genau nimmt, ist es etwa 100mal kleiner, oder? Bei einem 24 Stunden Solo Rennen schaffe ich in 24 Stunden 400 bis 500 km. Da passt “mal 100″ ganz gut), aber ich konnte beim vielen Grundlagentraining in den letzten Wochen doch einige interessante Parallelen entdecken.
Dein aktuelles Blogposting hat bei mir einige Erinnerungen aus dem ersten Rennen über die doppelte Distanz geweckt. Ich bin Mitte Juni 2007 in Österreich bei der Salzkammergut-Trohpy gestartet. Die Ultra Strecke hat dort 200 Kilometer und 7000 Höhenmeter (hm) bergauf, ziemlich genau das Doppelte von meinem längsten Eintagesrennen vorher. Das ganze im Gelände. Gestartet wird morgens um fünf Uhr im Dunkeln, es wird im ersten Anstieg hell. Zielschluss ist um 21 Uhr, nach 16 Stunden, wenn es dunkel wird. Von den 500 Startern, die sich in jedem Jahr auf diese Strecke trauen, kommen etwa 50 Prozent an. Die anderen geben entweder auf oder werden an einer der vielen Zeitkontrollen herausgenommen, weil sie keine Chance mehr haben, das Ziel in der Zeit zu erreichen.
Ich war eigentlich gut vorbereitet. Ich hatte sogar ein kleines Höhenprofil auf dem Lenker und mich diesmal ausführlich mit der Strecke beschäftigt. Auf den ersten 135 Kilometern sollte es über acht Berge/Pässe mit Anstiegen zwischen 300 und 800hm, dann über 20 flache Kilometer gehen. Nach 155 Kilometern kommt dann die Rossalm, 1000hm am Stück auf circa acht Kilometern. Von dort dann noch 40 Kilometer über einen 500hm Berg ins Ziel. Ich bin locker und motiviert gestartet, mir war klar ich würde zu den Fahrern gehören die ankommen. Nach 100 Kilometern begannen die ersten Probleme. Mein rechtes Knie zwickte etwas und auch mein Magen wollte nicht so wie ich. “Ich kann aber ja auf dem 20-Kilometer-Stück ausruhen”, habe ich mir eingeredet. Ich steckte mir den MP3-Player in die Ohren und schleppte mich bis zur Kontrolle vor dem Flachstück. Die Hitze wurde immer schlimmer (30 Grad und mehr) und da ich zum ersten mal über 7 Stunden Fahrzeit in einem Rennen hinweg fuhr, verlor ich Stück für Stück mein Zeitgefühl. Der Magen fühlte sich nicht gut an, also habe ich immer weniger gegessen. Es war natürlich ein Trugschluss, dass ich mich irgendwie erholen konnte auf der Flachpassage, tatsächlich kam noch ein angeschlagener Hintern dazu. Bei der Kontrolle vor der Rossalm warf ich ein Blick auf das Höhenprofil und das sah aus, als müsste ich jetzt nur noch den Berg hinauf und könnte dann fast ins Ziel rollen. Der vorige Berg war so viel höher als der danach – da würde der Schwung ja fast ausreichen. Naja, nach 155 Kilometern über 30 Grad Hitze und 9,5 Stunden auf dem Rad mit zu wenig Essen ist mit den grauen Zellen halt nicht mehr so viel anzufangen
. Ich fuhr also in diesen Berg hinein, obwohl ich wirklich in keinem guten Zustand mehr war. Bereits auf den ersten Kilometern in diesem Anstieg bemerkte ich Gruppen von Fahrern von den kürzeren Strecken, die einfach den Berg wieder runterrollten. Die Strecke und die Hitze hatte sie geschlagen. Ich musste vom Rad und schieben, aber ich wollte ins Ziel. “Ich habe schon 10 Stunden in dieses Rennen investiert und wenn ich jetzt abbreche, dann muss ich im nächsten Jahr hier wieder hin. Ich will dieses Rennen aber NIE WIEDER FAHREN!”. Dieser Gedanke ließ mich weiterfahren/schieben. “Ich bin ja auch fast oben”, dachte ich immer wieder. Nach 2,5 Stunden (für acht Kilometer) hatte ich endlich den Pass erreicht. Zum ersten Mal in einem Rennen stellte ich mein Rad weg und setzte mich an der Verpflegung für 5 Minuten hin. Hier realisierte ich, dass mit 40 Kilometern, einem 500hm Anstieg sowie einigen kleinen Hügeln (also noch locker 800 bis 1000hm insgesamt) ein durchschnittlicher Mittelgebirgshalbmarathon noch vor mit liegt. Ich war so fokussiert auf den Gipfel, dass ich vollkommen aus den Augen verloren habe, wo das echte Ziel liegt. Zum ersten mal verließ mich das sichere Gefühl, das ich das Ziel erreichen würde. Fast verzweifelt fuhr ich einfach los, drehte den Tacho und das Höhenprofil so nach unten am Lenker, dass ich es nicht mehr sehen konnte. Wie ich das die Kilometer geschafft habe, weiß ich nicht mehr wirklich. Ich bin einfach von einer Kurve bis zur nächsten gefahren. Nach 190 Kilometern bog ich von einem Waldweg auf eine Straße ab und wußte in dem Moment, wo ich bin. Ich war am Tag vorher mit dem Auto hier in den Ort gefahren. Jetzt war klar – ich schaffe es ins Ziel. Die Anspannung ließ nach und leider gab mein Kreislauf auch kräftig nach. Ich fuhr mit knapp 20 km/h auf einer flachen Straße Schlangenlinien, 10 Kilometer dem Ziel entgegen. Ich hatte wirklich Angst vom Rad zu fallen.
In diesen 13,5 Stunden habe ich so viel über mich gelernt, wie in keinem anderen Rennen. Vier Wochen später bin ich das erste mal auf einer MTB-Rundestrecke über 24 Stunden alleine gestartet. Auch hier lief natürlich nicht alles richtig. Aber ich hatte keine Probleme mit dem Gedanken an die Gesamtdistanz. Ich habe es einfach ausgeblendet. Meine Betreuer wussten, ich will weder Platzierung, Kilometer oder Uhrzeiten wissen. Mein Tacho zeigte nur Dinge an, die nicht auf die Gesamtstrecke hindeuteten. Ich konnte zwar alles abrufen, habe dies aber nur bewusst getan und nicht ständig unterbewusst. So war es kein ständiges “es ist noch so weit” sondern ich ließ mir die zurückgelegten Kilometer anzeigen und freute mich, dass es “schon 200″ sind oder ähnliches. Platzierungen habe ich mir erst kurz vor der Morgendämmerung (nach 15 Stunden) ansagen lassen. Witzig war, als ich morgens gegen acht Uhr auf den Tacho guckte und dachte “Hey 5 Stunden nur noch … das sind 100 Kilometer … du bist gleich da”
Zwei Stunden vor Schluss war es dann anders herum. Hier wurde mir klar, dass ich bei einem Rundstreckenrennen, bei dem es darum geht so viele Runden wie möglich zu fahren, dem Ziel nicht näher komme wenn ich schneller fahre. Ich konnte auch anhalten und die Zeit ablaufen lassen. Das hat dann irgendwie etwas auf die Stimmung geschlagen
Aber es war zum Glück noch genug Ehrgeiz da um meine Platzierung zu verteidigen.
Bei euch ist es natürlich nicht so leicht, Dinge einfach auszublenden. Ihr braucht die Daten, da euer vorankommen unmittelbar davon abgängt. Aber die Strecke wird auch nicht schneller weniger, wenn du mehr darüber nachdenkst. Kannst du nicht etwas Klebeband auf den Monitor für die Restdistanz/Ankunftzeit kleben? Dann musst du dir das nicht ständig ansehen. Konzentriere dich auf kleine Ziele, die nicht mit der Strecke zu tun haben. Weiter als bis zum nächsten Essen, Schlafen oder ähnliches braucht man oft gar nicht denken. Genieße lieber die schönen Seiten der letzten Meilen. Schneller, als du gucken kannst, rennst du von einem Pressetermin zum nächsten und das hektische Leben hat dich wieder. Okay, du hast dann auch ein Bier auf dem Sofa, aber gerade dann wirst du im Kopf dort sein, wo du jetzt bist.
So, genug geschwafelt, ich hoffe ich konnte dir mit der Mail helfen, wenigstens ein paar Minuten der Restzeit rum zu bekommen.
Viele Grüße an euch Beide und alles Gute für die letzten Kilometer,
Felix
—–
Boris antwortete daraufhin:
Danke fuer deine Mail. Sehr beeindruckend. Der Vergleich schmeichelt mir, denn wir sind ja im Grunde auf einem langen Campingtrip, gespickt mit technischen Problemen. Was den mentalen Umgang mit dieser Endlosigkeit angeht, gibt es wirklich Überschneidungen: Im Hier und Jetzt einen Rythmus finden, der sich aufrecht erhalten lässt, ansonsten nicht an das Rennen denken. Am Besten in Gedanken abschweifen, den Geist vom Körper abspalten und die Wahrnehmung und Gedanken von der Situation entkoppeln. Ich übe mich darin nun schon einige tage und Ryan wundert sich, dass ich konfus rede und kaum Präsent zu sein scheine. In Gedanken bin ich dann am Zeitunglesen über Lybien oder in meiner Kindheit.
Boris
—–
Ich schicke Boris weiterhin täglich alle Kommentare hier von dieser Seite, aus dem YACHT-Blog und von Facebook – und Boris freut sich jedesmal riesig. Also, schreibt weiter! Kommentare unter diesen Post – oder schick mir eure Nachrichten an Boris direkt an johannes@borisherrmannracing.com
—–
Zwischenstand beim Barcelona World Race am Mittwoch (30. März, 0.10 Uhr):
1. Virbac-Paprec 3: Jean-Pierre Dick / Loïck Peyron (beide Frankreich) noch 939 Seemeilen
2. Mapfre: Iker Martínez / Xabi Fernández (beide Spanien) 325 Seemeilen zurück
3. Renault: Pachi Rivero / Antonio Piris (beide Spanien) 1.128
4. Estrella Damm: Alex Pella / Pepe Ribes (beide Spanien) 1.289
5. Neutrogena: Boris Herrmann / Ryan Breymaier (Deutschland/USA) 1.320
6. GAES: Dee Caffari / Anna Corbella (Großbritannien/Spanien) 1.889
7. Hugo Boss: Wouter Verbraak / Andrew Meiklejohn (Die Niederlande/Neuseeland) 3.323
8. Fòrum Marítim Català: Gerard Marín / Ludovic Aglaor (Spanien/Frankreich) 3.901
9. We are Water: Jaume Mumbrú / Cali Sanmartí (beide Spanien) 5.918
10. Central Lechera Asturiana: Juan Merediz / Fran Palacio (beide Spanien) 10.611
Mirabaud: Dominique Wavre / Michèle Paret (Schweiz/Frankreich) aufgegeben mit Mastbruch
Président: Jean Le Cam / Bruno García (Frankreich/Spanien) aufgegeben mit Mastbruch
Foncia: Michel Desjoyeaux / François Gabart (beide Frankreich) aufgegeben mit Mastbruch
Groupe Bel: Kito De Pavant / Sébastien Audigane (beide Frankreich) aufgegeben mit Kielschaden



Loading...
Wieder 10 sm zurück erkämpft !
Super Jungs, weiter so !
Ärmel hoch zum Endspurt
VG aus Köln,
frank
Hallo Boris + Ryan, Ihr beide und Eure Neutrogena seid eine echte Inspiration! Euer Mut, Können, Durchhaltevermögen und vor allem auch Euer “Miteinander” sind GUTE Nachrichten, von denen es nicht so viele gibt. WEITER SO – IHR SCHAFFT ES !!!! Ihr habt es schon fast geschafft !!!
Alles Liebe aus Österreich,
Marie
Moin zusammen,
Top Event. Seit dem 31.12.10 fesselt mich diese Regatta – Eurer Biss & Spirit, die Ups and Downs – und Ihr schlagt Euch so bravorös – Respekt! Was für eine Leistung! Haltet mit der angeschlagenen Neutrogena durch – Ihr habt’s verdient & für die “Strasse” wünsche ich Euch mehr Glück & Speed als im Januar. Ihr schafft das!
Tschüss aus Oldenburg – Andreas
Ich sags doch, diese Nacht kommt der Ghost Modus und dann aber vorbei an der Bierkutsche…. Beste Morgengrüße aus dem sonnigen OL.
Frank
Moin Boris,
das sieht doch alles von hier gut aus (7:50)
Weiter so und mein Respekt ist euch sicher.
Gruß von der Nordseee
Lieber Boris,
bei der KYC Mitgliederversammlung wurde Deine Leistung von Dr. Winter äußerst anerkennend gewürdigt. Ich danke Dir sehr herzlich für das ehrliche Bekenntnis Deines Seelenzustandes, was sehr nachvollziehbar ist. Ich kann nur bestätigen, daß es in jedem herausragenden Beruf solche Momente gibt, z.B. wenn man einen großes Anlagenprojekt nach langem Kampf gegen den Wettbewerb verloren hat. Aber der Gewinn eines großen Projektes ist dann ein extremes highlight und so wird es Dir mit einem Hochgefühl bei der Ankunft in Barcelona gehen nach dieser enormen seglerischen Leistung. Best regards also to Ryan
Dieter Ahrendt (KYC)
Spannend der Brief von Felix. Ja das mit dem Ankommen ist so eine Sache. Nach dem Start waren die Kapverden schon ein ganzes Stück Weg – und nun, da Europa näherkommt ist man verscuht zu sagen, es sei doch gleich um die Ecke.
Haltet durch!
Hi Boris, Ryan,
der Aufforderung von Johannes komm ich gerne nach. Und wie Frank schrieb seid ihr wieder näher herangekommen. Renault und Estrella können nur noch ums Hoch rumkurven. Wenn das nicht mitspielt, dann habt ihr die Chance beide zu schnappen.
Ich frage mich wann ihr das erste mal Wendet? So wie ich es verstehe ist es am besten so dich wie möglich an der Rhumbline lang, dann wäre jetzt bald der richtige Zeitpunkt. Zumal der Passat noch aus NO kommt.
Ich lass mich überraschen.
Beeindruckend die Erzählung von Felix, so nen langen Schei$$ mach ich nicht, bei mir war nach dem Dolomiti Superbike mit 120KM Schluss. Ob die Erfahrungen auf so einem Rennen vergleichbar sind mit einer Regatta um die Welt? Ich wage da keine Bewertung, da ich nicht mal ein richtiger Segler bin. Wenn dann ist das Training der Vergleich, allein wegen der Diziplin. Die selbe Diziplin habt ihr, sie ist das was ihr jeden Tag, jede Stunde, jede Minute macht wenn ihr die Lady bestmöglich trimmt und den Presse-Kram, Schiffs- und Körperpflege, Essen, uvm.
Ich bin mit Felix einer Meinung: Segelt an der Pinne, konzentriert euch ganz auf das Segeln, deswegen seid da und das ist es was ihr wollt, auch wenn ihr es grad mal in Frage stellt.
Markus
Moin Jungs,
heute früh sieht das doch wieder ganz spannend aus, denn wenn man den Windprognosen trauen darf, die auf dem tracker bei geovoile angeboten werden, seid ihr auf der östlichen Route ja eindeuitg besser positioniert als ED und Renault. mit ihrer westlicheren Route. Vor denen tut sich ja ein riesiges Feld schwächster Winde auf und zudem ist ihr Weg länger. Sollte mich nicht wundr, wenn sie den Rückzug nach Osten antreten und dabei euer Kielwasser kreuzen!. Das bleibt spannend und ihr habt noch reichlich Pfeile im Köcher, ohne technische Risiken eingehen zu müssen.
Toi, toi, toi,
D
Lieber Boris,lieber Ryan,,haltet durch!Das ist schon wahnsinn und großartig,was Ihr Euch vorgenommen habt,ich verfolg es jeden Tag am PC!Europa rückt näher!
liebe Grüße
Ulrike
Moin Jungs, habe am Wochenende unterm Rumpf gestanden und strupide Epoxy geschliffen. Dabei habe ich lange an Euch gedacht und hätte gerne den Platz mit Dir getauscht. Eure Mails sind eine tolle Inspiration und man freut sich beim lesen über jeden kleinen Fortschritt den Ihr trotz aller Probleme macht. Denkt daran, gezeitet wird am Schluß und Ihr habt durch Eure gute Taktik die Karten zu euren Gunsten neu gemischt.
Sonnige Grüße aus Stuhr.
Thomas
Hi Boris, tolle Mail von Felix, da steckt viel drinnen und erinnert mich daran, als wir letztes Jahr telefonierten und Ihr gerade einen Kurztripp zu den Azoren gemacht habt ;–))) Kurztripp !!!! So weit bin ich noch nie gesegelt….. also alles eine Sache der Betrachtungsweise….. Ich denke, alle Fan`s tragen Euch nun heim….. Ciao Frank / OL
Hi Boris und Ryan,
ich bin immer noch sicher, dass Ihr die Chance kriegt, am Felsen von Gibraltar unter Eurem Code Zero mit dem Albatrossschiss drauf noch einen Platz gut zu machen, so wie ich das schon vor ca. 5 Wochen geschrieben hatte!
Glaubt Ihr auch daran? Dann schafft Ihr es!
Beste Winde wünsche ich Euch auf der Schlussetappe und Kopf hoch und Nase voraus!
Wolfram aus Helmstedt
Moin Moin!
Super! Wieder den Abstand verkleinert, das muß den Jungs von der Estrella langsam echt auf’n Geist gehen! Sieht doch gut für Euch aus, weiter so
Christiane
Hallo Boris,
zum zweiten Mal in den letzten paar Tagen muss ich über die Einträge schmunzeln. Ich kann sowohl Dich als auch Felix gut verstehen – ich bin in einer ähnlichen und wenn doch völlig anderen Situation: ich erwarte mein zweites Kind. Termin ist in 19 Tagen, also eigentlich nicht mehr weit weg, wenn man bedenkt, dass eine Schwangerschaft 40 Wochen dauert. Und doch kann ich es kaum erwarten, den Bauch und das Gewicht wieder loszuwerden, zumal meine kleine Tochter ja auch viel Zeit mit mir verbringen möchte.
Der Count-Down läuft – für uns beide. Wer weiß, vielleicht kommen wir ja gleichzeitig an?
Ich wünsche Euch jedenfalls auch weiterhin alles Gute, es ist wirklich beachtlich, was Ihr da leistet! Gambatte kudasai!
Viele Grüße aus dem Chiemgau,
Wiebke
PS: Wenn Du irgendwann Vater wirst und hilflos neben Deiner Frau im Kreißsaal stehst, denke einfach an die Anstrengungen Deiner Segeltour und an das lohnenswerte Ergebnis!
Hallo Boris, hallo Ryan,
so kann es bleiben; 10 sm gewinnen und 3 abgeben
…
Aber auch so ist es drin, das Treppchen zu erreichen;
der östliche Kurs scheint wiederum ein Griff in die Trickkiste zu sein !!! Good luck aus Köln,
Frank
Hey Boris, Ich kann es Dir gut nachfühlen…. Ich wünsche Dir, dass Ihr es schafft bis zuletzt durchzuhalten. Es kommen bestimmt wieder vom Wind her günstigere Tage an denen ihr ein paar Seemeilen gut machen könnt gegen den Hunger. Alle sind sehr stolz auf eure Leistung!!!
Gruß, Rainer
So. Ich leg mich jetzt fest!
In 48 Std liegt ihr im Ranking auf Platz 3.
Der westliche Kurs ums Hoch wird für Remove und Expected Disaster zu lang.
Im Osten geht die Sonne auf!
Ich geh in den stealth mode und werde erst übermorgen wieder gucken, ob meine Prognose stimmt.
“Gute Wacht” aus Hamburg
Moin Boris und Ryan,
) Umso mehr freue ich mich auf die täglichen Neuigkeiten von Euch und kann nur sagen, dass es vielen “Passiv-Seglern” wohl ähnlich geht. Was würde ich für ein paar Stunden / Tage auf dem Wasser geben! Und auch Ihr werdet Euch wohl bald zurückwünschen auf die Neutrogena, wenn das erste Couch-Bier hinter Euch liegt….
so, jetzt muss ich Euch auch unbedingt mal schreiben. Wie so viele andere verfolge ich Euren Kurs täglich seit dem 31. Dezember und ich bin total begeistert. Als alter Flensburger bin ich mit Segelbooten und Surfbrettern groß geworden und vermisse das große Wasser hier im Süden ganz gewaltig (liebe süddeutsche Leser, nix für ungut
Haltet durch und bringt die Lady (und Euch) gut auf die Zielgerade. Tausende Leser fiebern hier mit Euch. Noch nie hatte ein Segelevent sooo viel virtuelle Begleitung – Ihr macht das klasse! Danke an Euch und good luck für den Rest!
Gruß
Stefan
Hey Jungs,
ihr haltet das Rennen so richtig spannend für uns hier am Tracker.
Wünsche euch noch viel Kraft und ein paar Fische an der Leine…. schöne Gedanken an eure Lieben daheim, die ihr bald wieder sehen werdet und DANN sind alle Strapazen schon wieder fast vergessen.
Frag Wiebke (alles Gute für die Geburt) – sobald du das Kind (okey in eurem Fall der Pokal) im Arm hältst ist alles vergessen!
lg
Moin Jungs,
Wenn’s geht versucht so viel wie möglich zu schlafen. Im Traum schmeckt das Steak mindestens genauso gut. Ach – und vergesst die Angel nicht. So ein 150kg Tuna im Kielwasser kann einem ganz schön die performance versauen
Denkt an den grandiosen Empfang den ihr in Barcelona bekommen werdet – das motiviert! Tampen zwischen die Zähne Jungs – hier dreht sich alles nur noch um euch und euer Wohlergehen! Gute Brise und schöne Grüsse aus Hamburg,
wie es scheint, macht ihr mal wieder alles richtig! Wenn der Wetterbericht stimmt könnte es sein, dass der Bogen den R und ED fahren müssen zur Falle wird. Spätestens am Anfang der Strasse könnt ihr euch dann mal locker ein Bier von ED rüberreichen lassen
Peter
Hallo Boris,
das ist die harte Phase jedes Langstreckenrennens – als Rennradfahrer und Segler, kann ich von Phasen berichten wo man im Kopf immer wieder sagen muss – los, auf geht’s, weiter, pushen
„Quäl dich, du Sau!“
Dieser eine Satz hat Udo Bölts seinen Kapitän Jan Ullrich zum Tour-de-France-Sieg getrieben.
Boris, erinnere dich an eine lange Fahrradtour, konzentriere deinen Blick auf die Radnarbe deines Vordermanns, starre solange auf den Punkt bis du wieder in deiner Mitte bis, dann steh aus dem Sattel auf und überhole Ihn – auch wenn das für das Rennen effektiv nix bring der kleine Erfolg wirkt Wunder.
Wir waren am laaangen Wochenende auf der Ostsee segeln, es tag gut wieder auf dem Wasser zu sein, auch wenn du es grad gern verlassen würdest, ich hab mich am WE wieder selbst neu erfunden. Wie immer auf dem Wasser! Dein/Euer Rennen zu verfolgen ist wie auf dem Wasser zu sein – meine Motivation seit Anfang des Jahres. Also: ‘Quäl dich’, suche den Punkt vor dir, konzentrier dich auf deine Mitte und überhol’ den Punkt – dann bist du gleich in Barcelona
Hallo Boris & Ryan,
ich verfolge Euer Renne von Anfang an. Habe auch schon mal in Brest auf Eurem Boot gestanden (damals noch SILL – Bilou war zu Besuch bei seinem ex-Sponsor). Habe dort viele Freunde und bin seglerisch gross geworden in der Bretagne.
Ihr habt einen unglaublichen Biss – und jetzt noch eine super taktische Variante gewählt, hoffentlich macht die Wetterlage und die Wetterentwicklung mit.
Ich drücke Euch und Eurem Boot die Daumen
Andreas aus der Schweiz vom Bodensee
Moin Jungs,
Ihr macht das völlig richtig! Wenn man bei gleicher Taktik den Gegner nicht bezwingen kann, so muß man die Taktik ändern! Jetzt drück ich Euch die Daumen, daß Ihr auch Erfolg damit habt.
Als ehemaliger Leistungssportler kann ich aus Erfahrung sagen: erst wenn`s richtig weh tut, unterscheidet sich der Gute von den Besten. Also
Arschbacken zusammkneifen und durchziehen!!
Viel Glück.
Hej Boris, hej Ryan,
I am with Bronsky. The weather forecast – at least the unprofessional one I have access to – says that the wind will die today, change the angle and tacks of from northern directions. By then you’ll be high enough to make a starboard tack. At the same time, the waves will come from northwest. Even the little triangle with still northeastern waves between Africa and the Azores will have died when you arrive there. And with a bit of luck you’ll let the other two behind because they are further northwest.
Keep on track!!
All yours,
Sebastian
Hey Jungs,
mit viel schlafen meinte ich aber nicht so tief, dass ihr vergesst abzubiegen. Wir Sesselpiraten dachten eigentlich (alle?), dass ihr demnächst Richtung NO einschlagt. Nun sieht es so aus als ob ihr geradewegs Richtung NW in die Garage fahrt? Ist die Wettervorhersage auf der BWR site sooo ungenau, dass damit für uns so garkeine Einschätzung möglich ist? Wäre schön, wenn ihr euch mal wieder hören und sehen lassen könntet. Schöne Grüsse aus Hamburg
Peter
Hallo ihr Zwei,
sehr konstante Leistung von euch, von Anfang an.
Jetzt nur nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Anderen müssen auch erst mal ins Ziel kommen.
Gruß Henning
Good luck Boris and Ryan! You’ll make it to the Top Three yet I’m sure! It’s been great following your race: very inspiring. And in such an eventful time for the see and the earth too. Kepp up your emails and twitters: many people around the world read them. Cheers!