Hallo da bin ich wieder – nach dem Tief “Ex-Atu” und einem kleinen Rückschlag, nach arktischer Sonnenbestrahlung heute in den Arbeitspausen und einigen Tränen, Tränen aus Öl. Ja, ich finde endlich einen Moment Zeit und mir sind auch mal wieder zwei oder drei Fotos geglückt.
Diesen Satz beendend, klettern beide Zitterlinien im Wind-Histographen nach oben. Das bedeutet Linksdreher und „Puff“, also eine Böe. Konstanter Bootsspeed von 17 Knoten, auf den Wellenrücken 24. Wenn die großen Segel dafür verantwortlich sind, sitzt man hier etwas elektrisiert. Bei zwei Reffs und Stagfock ist alles irgendwie immer eine Spur cooler – aber der große Gennaker und ein volles Gross ist schon ganz schön viel Fläche. Der Drücker beschehrt uns “plain surfing”-Bedingungen. Vorher bei den 17 Knoten Wind sind wir eher in einem Marginalbereich gewesen, wo meine Aufmerksamkeit ständig auf leichte Kurskorrekturen gerichtet ist, um die Kiste im Fluss zu halten und einen Flow in den Segeln sicherzustellen, einen Flow von “apparent Wind”, scheinbarem Wind.
Zeit, mal abzuschalten. Ich mache mir einen Kaffee und setze das Headset mit unserer R&B-Playlist auf. Wir hassen beide R&B-Musik, “R&B” steht bei uns für “Ryan & Boris”. Doors, Led Zeppelin, Pink Floyd, Police, Dire Straits, Sting, Santana, Van Morrison, Hendrix, Fleeetwood Mac, usw. Alles alte Kamellen, Klassiker.
Ich höre das Rappeln jetzt nur noch gedämpft und trotzdem verkrampfe ich mich jedesmal, wenn wir zehn Grad krängen. Angst vorm Sonnenschuss, obwohl unbegründet. Aber ich bin da sehr empfindlich, fast neurotisch. 18 Knoten, flache See, fantastisch. Wir surfen. Müsste ich rausgehen, würde ich erfrieren und mich noch unsicherer fühlen. Das massive Karbonstag, das den Outrigger hält – diese seitliche Verstrebung des Mastes – schleift im Wasser und macht ein alarmierendes Geräusch: “Vorsicht, du bist schnell und hängst über. Du wirst bald kentern, wenn du mir nicht deine volle Aufmerksamkeit schenkst und Traveller und Großschot in den Händen hältst.”
“Samba Pa Ti” von Santana höre ich nun gerade und schreibe, also: “du kannst mich mal, Boot”! Außerdem ist mein Kaffee gerade erst fertig.
Fünf Grad kalt ist es. Freunde, das schmerzt an den Händen, wenn man rausgeht. Wegen dieser Feuchtigkeit. Das Meer hat sechs Grad. Sterne stehen über uns, hinter uns sehe ich sie noch, voraus sind sie von einem Squall verdeckt. Einem Hagelschauer, der mich nun doch an Deck gelockt hat. Er hat uns diesen netten Drücker vorbei gebracht. Weiter geht’s. Die Anzeige steht dauerhaft über 95 Prozent. Ruderlage bleibt unter 100 Grad. Auch wenn das Zittern der gleitenden Yacht mich total nervös macht – ich geh wieder rein.. Eisig liegen die Finger auf der Tastatur. Es ist etwas wie Autofahren, nachts: Zu lange am Steuer, zu schnell, man kann von der linken Spur nichts sehen, müsste eigentlich vom Gas, ist aber high von der Musik und dem Motorbrummen und presst den Fuß weiter verkrampft voll bis zum Teppich durch. Was soll schon noch kommen? Wir müssen fliehen und haben fast alles überstanden. Bald ist die Straße frei und dann fällt der Kopf wieder nach hinten gegen die Kopfstütze.
Lieber brettern als marginale Bedingungen in bewegter See (Stop and Go). Marginal bedeutet, dass man ständig zwischen zwei Modi hin und herpendelt. Das Boot kurz etwas hoch laufen will, um scheinbaren Wind aufzubauen, dann aber zu viel Druck hat und man wieder abfällt, um Tiefe zu drücken. Sorry – das versteht jetzt nur, wer lange Regatta segelt. Aber man kann es sich vorstellen, wie eine Serpentinenauffahrt im Auto, bei der man ständig schalten muss. Apropos scheinbarer Wind: Ja, wir haben scheinbaren Wind (Ryan hatte zu dem Thema einen guten Post, HIER klicken!), laufen gerade 24 Knoten, bei 19 Knoten Wind. Whatever – es beruhigt sich etwas und die Musik im Kopfhörer, “English man in New York” von Sting ist auch ruhiger als “Sultans of Swing” von Dire Straits, unserem Teamsong, der in der R&B-Liste direkt davor kommt.
Meine Hände glänzen im Schein der Stirnlampe. Wenn ich mir die kalte, feuchte Nasenspitze reibe, rieche ich das Öl, das sich nicht von den Fingern waschen ließ. Hydrauliköl “ATF”. Erinnert mich an meine Zeit als passionierter Bike-Schrauber. In der Schulzeit haben wir uns eine lange Zeit mit Trickfahren auf kleinen Mountainbikes befasst. Da schwörte ich auf “Maguras”, die klassischen Hydraulikbremsen. Manchmal träume ich noch von diesen flüssigen Bewegungen, wenn man eine Drehung einleitet. Vielleicht trial ich später mal mit meinem Sohn oder meiner Tochter. Hätte ich nie gesegelt, wäre ich ein MTB-Trialer geworden. Ein Trickfahrer und vielleicht ein Büromensch, der mit so einem kleinen Monty-Trialbike auf dem Weg zur Arbeit etwas Spaß hat. Schaut mal das erfolgreichste Youtube Sportvideo von Danny Mac Askill (HIER klicken!) an. Daher kenne ich gut diesen ATF-Geruch, hat etwas Hochwertiges. Meine Hände riechen jetzt also hochwertig. Das Schiff innen dagegen nach Azeton. Alles besser als Muff, Mief oder Moder.
Boris versucht, eine kalte Tube Sikaflex über dem Gaskocher zu erwärmen und geschmeidig zu machen
Wir haben eine Linie von Eisbergen passiert. Eisbergpositionen, die uns heute Morgen gemeldet wurden. Wir haben nichts gesehen. Nun stehen die nächsten Berge erst direkt am Horn und ich atme auf. Unser Radar ist seit Mitte des Indischen Ozeans defekt und wir haben deshalb nachts oft ins Schwarze gestarrt. Die Augen zusammen gekniffen, aber man kann nach vorne raus einfach gar nichts sehen in diesen Nächten. Wir haben ja etliche wasserdichte Schotten und schlafen mit den Füssen nach vorne – aber ich bin froh, dass wir hier bald raus sind und die Gedanken an eine Kollision nicht mehr länger verdrängen müssen, sondern einfach vergessen können.
Am Ende zählt doch erstmal ankommen. Nonstop? Es ist mit diesen Yachten schwerer als gedacht. Kaum zwei Tage vergehen, ohne die Ersatzteilsäcke und die Werkzeugkiste zu öffnen. Ein kleines Wunder, wenn wir es schaffen, denken wir manchmal. Szenarien gehen durch den Kopf, doch aus dem Grau, der Feuchtigkeit, aus der nassen Bilge erheben wir das krause Haupt, heben unsere Hand – von der Öl und Harz, Fett und Sikaflex tropft – und richten uns aus dem entwürdigenden Krichgang auf, in den uns der Sturm zwingt. Es strahlt ein Blitzen aus dem Südmeerhimmel in unser schelmisches Auge, Regenbögen blühen hervor unter Hagelschauern, kleine Sturmvögel tauchen aus Wellentälern auf und drei Delfine surfen eine Sturmdünung herunter. Da erklingt Musik in meinen Ohren, ich kann Barcelona hören und weiß, dass wir es schaffen. Ein Mirakel. Was ist das schon für uns! Notfalls fliegen wir einfach wie der fliegende Holländer. Mein Headset singt “Volare” (Gipsy Kings), der letzte Titel unserer Playlist geht zu Ende. Ich weiß, das ist Italienisch aber ich habe auch richtig guten Flamenco aus Barcelona, das kann ich mir ja gleich mal reinziehen. Die Wache geht noch ein paar Stunden. Zeit, eure Kommentare zu lesen, die Johannes mir jeden Tag an Bord sendet.
Boris
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Im Anhang findet ihr nun einige Kommentare der letzten Tage, die Boris an Bord kommentiert hat. Seine Texte erscheinen in fett:
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Friedo Henning sagt:
Hallo Team Neutrogena, inzwischen segelt man als begeisteter Zuschauer bei Euch mit Euren südlicheren Kurs fand ich anhand der zur Verfügung stehenden Wetterdaten besser als den der Konkurenten, weil der Wind vor Kap Horn südlich drehen sollte. Eigentlich hättet Ihr die 12 NM dann aufholen müssen, doch dann die Enttäuschung mit dem Schlenker Nord. Ich hoffe, Ihr habt das technische Problem gelöst, denkt dran, Sicherheit geht vor
Lieber Friedo, wir halten uns nördlicher, um später keinen so heißen Reachingkurs, sondern etwas sanfteren Windwinkel zu haben und unser Bötchen zu schonen. Es braucht das im Moment.
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Mirko sagt:
Hey Jungs, was ist los?! Ich mache mir Sorgen, dass Ihr evtl. ein Problem habt – Euer Speed passte nicht so wirklich zum (virtuellen)-Wetter. Hoffe das Ryan-MacGuyver und Boris-Düsentrieb das wieder in Griff bekommen!
Ein dreifaches Hellau vom Rhein!
Klaro, wir flicken die Kiste schon immer wider irgendwie zusammen. Es sei denn, der Kiel fällt ab – dann lässt sich nix mehr machen.
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Rasmus sagt:
Jungs lasst euch nicht unterkriegen, das graue Wetter ist bald vorbei!
Dann gibt es wieder Sonne, so viel ihr wollt, ein trockenes Boot und vllt sogar wieder einen Pasta Day!
Also je schneller ihr ums Kap seid desto schneller kommt die Sonne!
Viele Grüße
Rasmus
Genau, genau heute gab es das erste mal seit Neuseeland wieder Sonne, Danke.
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Markus sagt:
Hi Boris, Ryan,
ich bin mal eben von dem Yacht-Blog rübergekommen, weil ich den Kommentar von Friedo gelesen habe, dem ich mich anschließen möchte:
Der Dreher nach N/O ist mir auch erst so vorgekommen, dass was passiert sei aber da Renault auch so komisch unterwegs war konnte das kein Zufall sein. Ich vermute die Prognose der Wettersoftware hat einfach sowohl bei Renault als auch bei Euch den falschen Vorschlag gemacht und für Renault war er halt etwas weil sie schon östlicher waren.
Jedenfalls hätten die uns angezeigten Wetterdaten einen Kurs leicht südlich der Orthodrome bevorzugt aber uns liegen ja lange nicht so viele Daten vor (wenn wir mal nicht die ganzen Links auswerten, die du uns mal zur Verfügung gestellt hast:-) wie euch.
Na klar, von aussen ist es immer leicht eine einzelne Aktion im nachhinein zu kommentieren, daher würde ich mich freuen, wenn es eine Info zur Entscheidung gibt.
Also unser Routing für “Renault” ergab einen nördlicheren Kurs und es hat mich gewundert zu sehen, dass sie doch recht schnell wie wir auf eine Südroute einschwenken. Wir haben eigentlich vom Routing her einen radikalen Südkurs, nur aus Materialschongründen versuchen wir, den Kurs so abzustecken, dass wir immer möglichst vorm Wind segeln.
Ist halt ein wenig Schade weil ja die grade abgeschüttelten Verfolger wieder aufschließen können. Andererseits habt ihr Mirabault auch erst noch einmal in Sicherheit gewogen um dann vorbei zu ziehen.
Egal wie, wir stehen hinter euch, ihr macht einen phantastischen Job! Danke!
Ich freu mich schon auf die Cap Hoorn Fotos, so ihr es am Tage passiert.
Fotos vom Hoorn kommen in 3 Tagen, hoffe ich!
Markus
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Stefan sagt:
Hui, 130nm hinter Renault um 13:30 …
Ich habe im Geovoile Tracker mir mal den Spass gemacht und die Prognosen durchgeklickt. Es könnte sein, das Boris und Ryan das alles im Kalkül haben. Das Flautengebiet setzt sich nämlich nördlich bei der Renault fest, im Süden soll es wieder auffrischen
Also: alle die Daumen drücken, dass die Wetterfrösche recht haben!!
Das wird schon, Freunde! Was genau passiert, weiss nur der liebe Gott. Aber im Moment hab ich ein gutes Gefühl mit unserer etwas südlicheren Position.
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Steffi Rohdy sagt:
Bitte gute Besserungswünsche an Michéle Paret! – An euch: Immer schön am “Ball” bleiben
Da schließe ich mich an. Gute Besserung! Wir denken hier an Michéle und stellen uns das nicht einfach vor, dieses Gesundheitsthema zu all den anderen Themen, die man hier so hat.
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Jörg sagt:
Boris, Boris, hier Landratte,
das wäre schon schön, wenn nicht geheim, zu erfahren, wie dieser Abstand zu erklären ist … Haltet euch wacker! Technisch und personell hoffentlich alles im Lot!
Jau, all im Lot.
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Sven sagt:
Moin, ihr beiden,
werde meinen täglichen Konsum an Eurem Regattageschehen wohl etwas runterfahren müssen, nachdem ich letzte Nacht aus einem Traum aufschreckte, in dem das Schiff aus dem Ruder lief und zur ungewollten Halse ansetzten wollte. Und es war nass und salzig. Dann aufgewacht war ich ziemlich froh, zwar verschwitzt, aber in meinem Bett zu sein.
Soviel dazu. Nun aber mal wieder ran an Renault, sonst sehe ich mich leider gezwungen, Euch morgen unseren Essensplan zu mailen, das wollt Ihr doch auch nicht, oder?
Ja, mach mal 5 Stunden Pause. Ein Update einfach mal aussetzen. Doch nicht zu lange abschweifen: Deine, wie all eure Gedanken und Kommentare treiben uns auf jeden Fall voran.
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Balticsailor sagt:
Hallo Boris, Hallo Ryan,
01.03.2011 18:30 UTC: der Tracker zeigt Euch 20nm hinter Renault und 200nm vor Mirabaud – Ihr seid einsame Spitze!
Eigentlich dachte ich ja, dass Euch Thomas Coville auf seiner Sodebo im Pazifik einholt. Aber er ist kaum schneller als Ihr – so wird das wohl nix mit dem Rekord.
Was Coville macht ist unglaublich, alleine mit so einem Geschoss, Hochachtung! Ein unglaublich netter Typ obendrein.
Dafür übertrefft Ihr alle Erwartungen – ich drücke Euch alle Daumen, dass Ihr heil und schnell ums Hoorn und über den Atlantic kommt.
In Kürze kann es hier im Norden auch wieder mit dem Segeln losgehen – ich kann es kaum erwarten.
Mast- und Schotbruch
Balticsailor
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Henry sagt:
Moin Boris und Ryan,
sauberes Rennen, freu mich jeden Tag “virtuell” dabei sein zu können!
Enter doch mal den Mast rauf, da vorn der kleine Punkt- das ist die “Renault”! Bleibt dran, bis Cap Hoorn habt Ihr Sie. Weiter so Jungs, ich drück Euch die Daumen
Grüße aus Berlin
Henry
Danke Henry!
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Fabian sagt:
Guys your really rock this show!
(I’ll write this in english to make it alittle easier for Ryan) Thank you so much for keeping us informed via this awesome blog. The tracker is a good thing and I check it at least twice a day to see how the chase on Renault is going – and I see it is going great!!!
Boris, when I saw a documentation about you and Felix and your race it re-sparked my sailing ambitions. After not having set a food on board of a vessel for almost twenty years I did my SBF See and SKS last summer, sailed two “Törns” and already booked two more for this year. – Thank you for that!
That is really cool! I am happy to hear this story from you.
And thanks to both of you for sharing your impressions and extraordinary experience of this race and making the waiting time until it is sailing time in Germany again appear a little shorter.
Keep it up an keep rockin’
Cheers
—
Roland Wallisch sagt:
Lieber Boris Herrmann,
Ihre Texte sind absolut lesenswert und, wie ich finde, sehr gut geschrieben. Man kann das also auch ohne Strg c und strg v, wenn man es kann. Das schien manchen gar nicht mehr bekannt zu sein. Bei all dem frag ich mich, was Sie denn für ruhigere Zeiten für Lektüre an Bord habt. Oder spielen Sie Schach?
Ich lasse mir von Freunden Zeitungsartikel und Papiere senden. Zu Lybien, naher Osten, Wirtschaftspolitik, Guttenbergs Desaster, Belugas jüngste Entwicklung. Texte zu allen möglichen Themen, gerade ein längeres Stück über eine verwegene Theorie zum Twitter- und Facebook-Internet.
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Markus sagt:
Jetzt wird es nochmal spannender!
Au Backe, das Ballastsystem ist futsch? Aber OK, wenn das Ballastsystem out of order ist und ihr damit ein ganzen Knoten schneller sein würdet, dafür aber “härter” fürs Boot segeln müsstet, dann ist es so wie ihr es macht doch besser. Nahezu alle Boote haben div. kleine Probleme und eure Aufholjagt ist phantastisch.
Genau, alle haben Probleme.
Geht kein Risiko mit dem Sturm ein der lt. Vorhersage südlich von euch durchzieht, das kann sich noch ändern.
Genau, ist im Süden durchgezogen und war der Hammer.
Wäre schon ganz fein wenn ihr Renault noch vor Cap Hoorn das Kielwasser zeigt (am besten morgen früh , wenn ich nach dem Aufstehen P3 für euch inklusive Mapfre angezeigt bekomme
aber realisisch zählt erst danach wieder blanke Wind-Taktik um den Atlantik am besten zu durchqueren. Für uns wird Trackerjunkies wird es dann hart weil die Linien des Hinwegs auch noch zu sehen sind. Aber was sind das für Sorgen gegenüber der Abwägung ob das Reff3 notwendig wird?
Zum Thema Privileg: Natürlich ist es das aber eins das erarbeitet wurde.
Ich hoffe das dein/euer Rennen zu mehr Aufmerksamkeit im Sport führt, nicht das du gleich der Boris Becker des Segelsports werden sollst aber du verkörperst derzeit mehr Segelsport als alle Schümanns und Krögers zusammen. Wie selbstverständlich werden von dir Fachbegriffe präzise erklärt. Man sollte meinen, dass hier nur Fachleser anwesend sind aber von denen wird sich keiner dadurch gekränkt fühlen. Kurz und Bündig: Dich liest man gerne und eure Vids sieht man gerne und man hört gerne zu.
So genug Honig um den Bart geschmiert- Jetzt schaut, dass ihr soviel Gewicht nach hinten bekommt wie nur geht, damit ihr sourverän an Renault vorbeigeht. Mein Vorschlag: Gennaker hinten ins Cockpit?- den braucht ihr eh erst wieder ab etwa 09 März …
Danke ihr!
Danke fürs Honig um den Bart schmieren und fürs dabei sein!
Um die Stimmung zu heben, empfahl ich Ryan soeben Lindt-Schokolade (ein französischer Lindt-Mitarbeiter hat uns eine Ration nach Barcelona geschickt), doch es geht noch besser: einfach die Website-Kommentare lesen! Ihr seid wieder spitze! Spekulationen über Wetter und unsere Probleme: Ich habe momentan einen Maulkorb, aber diese Marathonrennen gehen nicht ohne technische Herausforderungen ab. Bestimmt werden wir alle etwas zu kämpfen haben, den Atlantik hoch: Renault mit Knieproblemen, Michéle mit ihrem Blut, Renault mit dem Ruder usw. Ich bin bereit für ein Mirakel. Ist doch nichts für uns! Just do it.
Frohen Tag!
Boris
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Zwischenstand beim Barcelona World Race am Samstag (05. März, 15.00 Uhr):
1. Virbac-Paprec 3: Jean-Pierre Dick / Loïck Peyron (beide Frankreich)
2. Mapfre: Iker Martínez / Xabi Fernández (beide Spanien) 246 Seemeilen zurück
3. Renault: Pachi Rivero / Antonio Piris (beide Spanien) 1.656
4. Neutrogena: Boris Herrmann / Ryan Breymaier (Deutschland/USA) 1.799
5. Mirabaud: Dominique Wavre / Michèle Paret (Schweiz/Frankreich) 1.918
6. Groupe Bel: Kito De Pavant / Sébastien Audigane (beide Frankreich) 1.942
7. Estrella Damm: Alex Pella / Pepe Ribes (beide Spanien) 2.041
8. Hugo Boss: Wouter Verbraak / Andrew Meiklejohn (Die Niederlande/Neuseeland) 2.465
9. GAES: Dee Caffari / Anna Corbella (Großbritannien/Frankreich) 2.755
10. Fòrum Marítim Català: Gerard Marín / Ludovic Aglaor (Spanien/Frankreich) 4.748
11. Central Lechera Asturiana: Juan Merediz / Fran Palacio (beide Spanien) 4.802
12. We are Water: Jaume Mumbrú (ESP) / Cali Sanmartí (beide Spanien) 5.495
Président: Jean Le Cam / Bruno García (Frankreich/Spanien) aufgegeben mit Mastbruch
Foncia: Michel Desjoyeaux / François Gabart (beide Frankreich) aufgegeben mit Mastbruch





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Hallo Boris & Ryan,
Danke für die authentischen Schilderungen. Man ist wirklich dabei. Wenn mal ein Sponsor fürs Segeln ausfällt, fürs Schreiben findet sich dann bestimmt einer mehr.
Ich drücke euch weiter die Daumen und halte sie ganz nach oben.
Gruß, Ingo.
Schließe mich Ingo an, wirklich spannend und berührend wie du schreibst, nach so langen Tagen auf See. ‘Hut ab’. Wie wär’s mal mit ‘nem Salsa-Song? das lockert.
Beste Grüße aus dem heute vom Karneval (1 Deutz zog den einzigen Wagen) heimgesuchten Venne. Na, wer’s mag…
Hallo ihr 2,
werde vermutlich nie in meinem Leben dort sein, wo ihr gerade mit der Natur kämpft und GEWINNT!
Aber durch eure anschaulichen Berichte ist man sogar im “warmen” trockenen Wien (+4°) versucht mit Ölzeug aus der Tür zu gehen.
Wünsche euch alles Glück (und genügend Schmieröl) dieser Erde, dass ihr das Kap hinter euch bringt und dann gehts über den Atlanik schon wieder Richtung Heimat….
Frühling in Barcelona hat schon was
lg
Ps: ach ja… solltet ihr des öftern einen riesen Mausanzeiger über euch sehen bzw. hinter euch… sind nur wir die euch per Tracker verfolgen und etwas anstupsen das ihr schneller beim Kap vorbei kommt.
…was für ein schöner Samstag, sdo viel Neues von Euch zu hören. Ich bin froh, daß es bei Euch gut läuft und ich (bzw. die Blog-Gemeinde) sich keine Sorgen wegen der Stürme südlich von Euch machen müssen. Hoffentlich bleibt es so. Verfolge immer den Race-Tracker noch mit U-grip – fast identisch. Wenn ich mir vorstelle, daß Ihr teilweise Stunden mit diesem Irrsinns-Speed lauft – für mich als Fahrtenseglerskipper nicht vorstellbar. Da sind Speedes von 11 kn raumschots schon der Irrsinn. Bei über 30 kn Wind wird’s den meisten Mitseglern eh zu viel: wann sind wir denn da?… Lieber Boris, tolles Kompliment für die Berichte, immer ein Genuss!
Ich drücke Euch weiterhin die Daumen, daß alles hält uns Ihr am Kap vorbeirauschen könnt – bei Tag, denn dann habenb wir auch ein paar schöne Bildet, der?
Bis zum 20.00 Uhr Report OZ Nürnberg)
Euer Michael
Moin Ihr zwei,
tolle Berichte und es ist und bleibt weiter spannend.
Achtet auf eure Gesundheit und das Boot!
Das Race und noch weit und es ist noch alles drin.
Super Leistung
Gruß von der Nordsee
Good Photos Boris …. Go Neutrogena
Hi Jungs,
ich verfolge mittlerweile täglich Euer Wohlergehen und “like” Euch kräftig bei Facebook. Ich komme aus der Web 2.0 Branche und finde es total cool Euch so hautnah verfolgen zu können, obwohl ihr am anderen Ende der Welt mit 24 Kn und mehr (oder weniger
) über die Wellen surft.
Erstmal ziehe ich meinen Hut vor Euch. Da ich selber ab und zu segele, kann ich mir zumindest ungefähr vorstellen, was Ihr da durchmacht. Der Atlantik wird Euch Glück bringen und ich habe Großes im Gefühl. Am Ende wird abgerechnet!
Und direkt zu Boris: ich finde Deinen Schreibstil grandios! Habe beim Lesen wirklich das Gefühl dabei zu sein und hoffe sehr, dass du vielleicht so crazy bist und am Ende ein Buch über Eure Reise schreibst. Ich würde es kaufen und weiterempfehlen!!
Ich bekomme Fernweh und wieder dieses Gefühl das man hat, wenn man länger nicht mehr segeln konnte und das wahrscheinlich nur Segler wirklich nachempfinden können. Eine Mischung aus Wehmut, Vorfreude, Fernweh und dem Verlangen wieder einmal frei zu atmen und die Gischt im Gesicht zu spüren. Ihr sehnt Euch wahrscheinlich im Moment mehr nach einem warmen, fest stehenden Bett, aber ich bin mir sicher, das Gefühl wird auch ganz schnell wieder da sein.
Viele Grüße aus Köln und ich wünsche Euch immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel!
Jérôme
Zitat: Boris”Spekulationen über Wetter und unsere Probleme: Ich habe momentan einen Maulkorb, aber diese Marathonrennen gehen nicht ohne technische Herausforderungen ab. Bestimmt werden wir alle etwas zu kämpfen haben, den Atlantik hoch: Renault mit Knieproblemen, Michéle mit ihrem Blut, Renault mit dem Ruder usw.”
Na da bin ich mal gespannt
Soso, du bist mal mit dem Trialbike unterwegs gewesen. Was der Danny da macht ist echt irre!
Er würde dir aber, genau wie ich, den gleichen Level im Segeln zusprechen.
Markus
Lieber Boris, da bin ich ja echt froh, dass du nicht Mountainbiker, sondern Segler geworden bist. Ganz viel Glück für dich und Ryan, deine Mutter
Hi Boris, Du bist schon echt ein cooler Typ. Würde mich freuen wenn wir tatsächlich mal zusammen Cat segeln würden. Bin lange nicht so stressig wie Jean-Christophe…. .Stelle mir gerade vor Du wärst mit ihm jetzt da draussen untewegs…. Das wäre doch richtig gruselig, oder!? Wann immer ich kann hänge ich am Tracker. Wünsche Euch ganz viel Glück! Mast und Schotbruch! Jörg aus HB
Hallo Boris,
alles im Lot und ihr Zwei gesund!
Schön zu hören und am wichtigsten!
Viel Glück beim Pläneschmieden,’ne warme Jacke und das ‘Händchen’,
wünscht euch Jörg
Hallo Boris,wir sind die Familie, die vor 11Jahren den kleinen gelb-roten Fidel von deinem Vater gekauft haben, auf dem Du wohl segeln gelernt hast.Johannes hat dort vor 9jahren seine Seglerkarriere im Babykörbchen angefangen und hat mittlerweile auch schon reichlich Meilen gemacht.Hoffentlich tritt er in Deine Fußstapfen! Ach ja, erinnerst Du Dich noch an Dein rotes, dreirädriges Rudergerät? Das hat jetzt Johannes!Good luck for Cape Horn and stay safe, regards to Ryan.
Hej Ihr zwei, Dein Bericht hört sich nicht nach der groessten Zeit an. Kennt Ihr Frederik, die kleine Feldmaus? Die hat im Sommer Sonnenstrahlen eingesammelt während die anderen Körner gesammelt haben. Im Winter konnte Frederik dann von den tollen Farben und Formen des Sommers erzählen. Seit ein bisschen wie Frederik. Vielleicht werden dann die Finger sogar etwas waermer – mindestens aber die Gemüter. Wir drücken Euch die Daumen und senden waermende Gruesse!! Sebastian
Noch etwa 8000 nM bis Barcelona – somit sind nun schon 3/4 des Rennens hinter Euch. Im Moment habt Ihr wieder auf Renault aufgeholt, aber Group Bel kommt ziemlich schnell von hinten angerauscht. Warten wir mal ab, was noch so alles kaputt geht bei der Konkurrenz. Ich freue mich schon sehr auf die Fotos vom letzten Kap und wünsche Euch, dass ihr entweder als nächstes oder maximal übernächstes Boot die Runde macht.
Die Berichte sind unglaublich autentisch und mitreisend – wirklich toll zu lesen. Und wenn ihr wollt kann ich Eure Musik Bibliothek für zukünftige Rennen ein wenig mit deutscher Rockmusik aufpimpen
boris, danke mal wieder für die ausführliche berichterstattung. irgendwie komisch, kleinigkeiten und alltägliches von dir werden zu außergewöhnlichem und äußerst spannendes für uns… hoffe und denke, alles läuft einigermaßen nach plan-sofern man planen kann. alles gute erstmal für’s kap und dann eine wohlbehütete ‘heimkehr’…dome
Nachdem mir als Fahrtensegler (was auch immer man damit positiv und negativ assoziieren mag) eine kleine X-Yacht bei einer Überstellung so was von aus dem Ruder gelaufen ist, dass die Astronomen das Gelächter des Eigners immer noch für das Echo des Urknalls halten, bin ich wirklich beeindruckt von der Nervenstärke, die ihr haben müsst,euch bei 18 Knöpfen auf die richtigen Entscheidungen des Autopiloten zu verlassen. Ein Durchschnittssegler würde da vermutlich jeden Tag als Sedativum das Quantum schottischen Hochlandweins vertilgen, das ihr für einmal rund um den Globus einkalkuliert habt.
Hut (oder Südwester) ab!
Und nach einem geplatzten Hydraulikantrieb auf einer alten Dehler Optima kann ich euch versichern: Irgendwann bekommt man sogar den Geschmack von dem Zeug wieder aus dem Mund heraus – was dann wiederum in direktem Zusammenhang mit Erzeugnissen aus den Highlands steht.
Gönnt euch am Kap einen Schluck, ihr habt ihn verdient!
..durch die Berichterstattung vom NDR bin ich auf eure Seite gestoßen und von diesem Tag an bin ich täglich “virtueller Gast bei euch an Bord”….Mit “Musik in meinen Ohren – wir werden es schaffen!”..hast du mit deiner Art zu schreiben bei mir soviel Nähe geschafft (unter EUREN Bedingungen)…..bin nicht so ein “ONLINEportal Beschreiber”..nur ein altes “Rock`n Roll Schwein”,das Musik liebt,seit 46Jahren segelt + EUCH ALLE FINGER HÄLT!!!..Doors einlegen + ab dafür
ROCK ON !
aus Berlin
moin Boris, moin Ryan,
suuuper ! kap Hoorn scheint nun ganz schnell ganz nahe und vielleicht könnt ihr gemeinsam mt dem Einhand-Tri “SODEBO” das Kap passieren….
Raucht ihr dann die Zigarre weiter ?
bleibt alle 3 gesund !
liebe Grüße
Seezwerg lll
NACHTRAG :
http://sodebo-voile.geovoile.com/tourdumonde/2011/
Hallo ihr beiden,
ihr seid jetzt schon die Gewinner – die Gewinner der Herzen!!
Ich drücke euch weiter fest die Daumen
Ralf
(Ja ja ich weiss – auch das ist ein Guttenberg, ich lasse die Anführungsstriche mal weg und verzichte weiter auf das Führen eines DR.)
Hallo Boris und Ryan!
Diesmal schreibe ich auf Deutsch,aber ich gehe davon aus ,daß Du Boris,dieses mail Ryan übersetzt.Ich bin zwar selbst noch kein Segler,aber schon ewig und einen Tag am Segeln interessiert (der nächste ernstzunehmende See ist 200 km entfernt)Dafür habe ich Pilotenscheine-Aero-und Hydrodynamik liegen ganz nahe beieinander.However,es ist für mich sehr interessant,Eure Lageberichte mitzuverfolgen,insbesondere welche Musik Ihr an Bord habt.Durchwegs Musik,mit der ich aufgewachsen bin und die ich sehr schätze.Ab meiner Militärzeit 1978 bin ich in Richtung Jazz (Jazzrock)abgebogen-George Benson (Weekend in LA),Pat Metheny,einige Alben,Oscar Peterson,Count Basie (Warm Breeze-you need it too) Pink Floyd war sowieso immer meins.Für lange Seereisen,so wie Eure, sehr zu empfehlen Miles Davis-Kind of Blue (released 1959,meinem Geburtsjahr) sowie Pat Mehteny,etwa Offramp.Gemein ist dieser Musik,daß sie Unendlichkeit zum Ausdruck bringt,ohne daß man gleich depressiv wird.Wäre ich in Eurer Lage,hätte ich mein gesamtes Musikrepertoire dabei.Das hilft,wenn´s seelisch mal eng wird,in einer Nußschale wie Eurer ,mit full speed.Bleibt nur zu hoffen,daß euch nichts Wichtiges bricht,insbesondere der Musikspeicher nicht den Geist aufgibt.
Eine Frage an Dich,Boris,hätte ich doch.Welches sind die wesentlichen Unterschiede zwischen Deiner race Akilaria aus dem Portimao und Eurer open 60 hinsichtlich der Segeleigenschaften.Kann ich mir vorstellen,daß allein die 20 ft Mehrlänge Eurer Neutrogena den entscheidenden Unterschied bei den Segeleigenschaften ausmachen,oder muß ein kleineres Boot näher am Limit konstruiert sein als größeres.Oder-welche Bootstype macht mehr Spaß beim Segeln.Könnte ja sein,daß sich 18m nervöser anfühlen als 12m,so wie sich der kleine Gert das vorstellt.Request your comment please
Keep on racing,you hit it
best wishes,Gert from Austria
Moin, Ihr zwei,
ich hoffe, die Kielhydraulik ist wieder OK und ihr könnt die Flosse wieder kippen!
Das läßt ja für spitzere Kurse wieder hoffen. Hydraulik ist ja klasse, wenn sie dicht ist, aber wenn’s leckt, wirds eklig. ATF kommt im Geruch gleich nach Diesel – ich find’s ziemlich bäh…
Frage: Ist der Kiel irgendwie arretierbar, nachdem er geneigt worden ist, oder trägt die Hydraulik dann dauerhaft die Last?
— Klugscheissermodus (KSM) an —
In den Maguras ist kein ATF, sondern normales Mineralöl. Ist nicht so druckfest, reicht aber für die Bremsen vom Fahrrad aus. Und: stinkt nicht.
— KSM off —
Jungs gebt Gas, im Rahmen dessen, was ihr dem Schiff zumuten könnt.
Viele Grüße aus dem sonnigen Konstanz mitten in der schwäbisch-alemannischen Fasnet:
Ho Narro! wünscht ein Kieler im Exil.
Ole
Hoi, Hoi,
scheinbaren Wind aufbauen, zu viel Druck, abfallen und Tiefe laufen…
Das bedeutet ja, dass ihr praktisch ständig gleitet oder?
Aber in welcher “Taktfrequenz”?
Auf meinem Laser ist das bei Wind ja der Normaljob, dagegen auf einem Charterbomber unter Gennacker ein Modus, der deutlich langsamer, also im Grunde sehr entspannt getaktet ist. Abgesehen davon, dass die Mehrzahl der Mitsegler meist schnell die Schnauze voll hat von dem nervösen Segelverhalten.
Kannst du mal näher beschreiben, ob und wie weit ihr dem Autopiloten vertraut? So ein durchschnittlicher Autopilot auf einem Durchschnittsboot produziert da ja binnen 5 Minuten einen Sonnenschuss.
Moin Moin!
Paßt auf Euch auf!
Nur ein kurzer, sonniger Sonntags-Grus aus Oldenburg & wenn Ihr dann da seid, ein Ahoi an’s Horn
Christiane
Hallo Boris, hallo Ryan,
IHR HABT’B MICHT TOTAL IN EUREN BANN GEZOGEN!
Bei jeder Gelegenheit lechze ich nach neuen Informationen zu Eurem Ritt durch das allumspannende Nass, das Meer.
Obwohl ich nur ein kleiner Jollensegler bin, der im Mai seinen ersten Törn als verantwortlicher Skipper in Kroatin mit kleiner Crew plant, fiebere ich mit Euch ständig mit.
Das ist echt krass, was Ihr da alle leistet und erlebt. Und dann noch die packenden Berichte, die einem ermöglichen so nahe dabei zu sein. Man kann fast das Salz (und das Hydrauliköl) in der Luft schmecken und den Sturm hören, wie er „swingt“. Eine Irre Leistung!
Ich drücke Euch alle Dauen, dass Euer Flitzer durchhält und vor allem, dass Ihr das gut übersteht.
In den letzten Tagen habe ich ein neues Lieblingslied für mich entdeckt. Es passt, finde ich, sehr gut zu Eurer Situation und lässt mich jedes Mal an Euch denken, wenn ich es höre.
Es ist von UNHEILIG und heißt „Das Meer“.
…Komm geh mit mir zum Meer,
um auf ein Schiff zu gehen.
Komm geh mit mir zum Meer,
um in die Welt zu sehen.
Komm geh mit mir zum Meer,
um mit der Flut zu gehen.
Komm geh mit mir zum Meer,
um in den Sturm zu sehen.
Komm geh mit mir zum Meer,
um mit auf Kurs zu gehen.
Komm geh mit mir zum Meer,
um neues Land zu sehen.
Komm geh mit mir zum Meer,
um Freiheit zu verstehen.
Komm geh mit mir zum Meer,
auch wenn wir untergehen,
Ferne Welt, ich komme…
Vielleicht habt Ihr mal die Möglichkeit Euch das anzuhören, aber das mit dem „untergehen“ bitte nicht wörtlich nehmen.
Alles Gute, Mast und Schotbruch!
Das Kap ist nahe und der 3. Platz auch…
Lieber Boris,
da ist dir ja wieder ein feiner Text aus der Feder geflossen, schön gefühlt, schön geschrieben. Sehe übrigens mit Vergnügen hinter der Sikaflextube, dass ihr eure Küche mit Tabasco aufpeppt – fein lecker – da gehts euch doch gar nicht so übel an Bord. Bei dem großartigen Bike-Video können wir uns wirklich glücklich schätzen, dass Du Dich für so eine risikoarme Sportart wie Hochseesegeln mit 30,3 kn bei 8 bft die Welle an Point Nemo runter entschieden hast – wieviele Genicke braucht man so als Trail biker? Für die Finanzierung des nächsten Vorhabens schlage ich übrigens die Vermarktung eurer Playlist vor – wird ein super Mega Seller. Mit den Erlösen kannst Du locker als Privatfahrer mit dem eigenen Schiff naked ohne Sponsorenbemalung und bezahlter shore-Crew antreten.
Hoffe sehr, dass sich hinter Deiner andeutung nichts technisch ernsteres verbirgt und drücke weiter die Daumen für einen spannenden erfolgreichen homerun auf der Überholspur!
D
Hallo Boris, hallo Bryen!
Ich kriege schon beim Lesen Schiss vor den Gefahren, die auf Euch lauern. Wunderbar, was für eine Lebensfreude und Segelbegeisterung Ihr vermittelt.
Ich fiebere mit Euch mit.
Hannah (Schönig)
Hi Boris and Ryan! Cheers and good wishes from Lake Garda! Watching the kids flitting around in their Optis and then reading your great updates reminds me that many youth will be inspired by your adventures and exploits. Charge on. Stay in one piece. There’s at least one teen here who is also waiting for every update!
All the best from Wendy and Lissa
Moin Boris, Moin Ryan,
noch ca. 420 nm bis zum Kap .
Dann düst ihr ja da leider im Dunkeln vorbei ?
Jetzt könnte der Seegang bald zunehmen, wenn ihr dem Festlandsockel näher kommt und da habt ihr euch weise entschieden etwas langsamer zu fahren ?
nach jetzigem Stand ( 07:00 Küchenzeit) sind dann 2 h Vorsprung am Kap vor Groupe Bel drin….
haben ne “Groupe Bel ” 2008 in Port Carmarque aufgepallt bewundert.
vielleicht ist das ältere Modell gewesen ?
wir sind in Gedanken bei euch und es fehlt nur noch, daß Renate mich mit der Gießkanne nachts in den “Kap Hoorn Modus” versetzt….hihi
liebe Grüße
Seezwerg lll
Und vielen Dank für die lesenswerten Beschreibungen Eurer Entbehrungen, Erfolge, und Erlebnisse. Weiter weiß ich nicht was ich Euch schreiben soll, aber das sollte keine Grund sein, Euch nicht wissen zu lassen, das ich mit fiebere und Eure Regatta zum Ende der Welt täglich verfolge.
Fair winds und beste Wünsche diesmal aus München,
Randolf
Hi Boris,
du bist ja ein “Philosoph”!!! Wenn ihr Kap Horn so rockt wie der MTBiker die Hindernisse in der Stadt wird alles gut. Bin seit zwei Monaten- wie bei deinem letzten Rennen-online…Grüße an Ryan vom Folkesegler aus Kiel.
Walther
Dear Boris, dear Ryan,
it is time for you to put the headphones off again and to care for a little bit more speed! Group Bel is approaching fast and Renault hurrying away. Fingers crossed, that you are only relaxing to gather fresh energy for the final leg and that there is no technical, physical or mental constraint in the background.
Go, Neutrogen Go!
D
Hallo Boris, hallo Ryan!
Ich habe mit gerade Eure heutige Pressekonferenz auf YouTube angeschaut ( http://www.youtube.com/watch?v=nPdeq-IEqnc&feature=channel ) und muss sagen: “Wow!”.
4 Knockdowns und so schwierige Bedingungen mit bis zu 62 Knoten Wind, das ist wohl echt die Königsklasse und in den diversen Wetterberichten nicht zu erahnen.
Also seht weiter zu, dass alles ganz bleibt, was noch nicht kaputt ist und viel Glück noch für Kap Horn, einen guten Tag bleibt’s ja noch heftig!
Und immer dran denken, das wichtigste ist das Ankommen, den Rest macht Ihr dann mit Navigations-”Schach” auf dem Atlantik! Ich drück die Daumen.
Viele Grüße
Stefan
Noch ein Youtube Link für alle “Mitsegler”:
http://www.youtube.com/watch?v=K52NfryJhQ8
Neutrogena im Sturm.
Viele Grüße
Stefan
P.S. Boris: Du siehst zwar im Video ziemlich fertig aus, aber das Positive, das Zuversichtliche kommt trotzdem noch durch.
Ihr schafft das Jungs!
Lieber Bois,
haltet die Ohren steif, lese gerade Deine jüngsten “qoutes” und die Bedingungen mit Kälte, Sturm und Regen sind beängstigend und lassen hier niemand kalt. Damit bestätigt das Kap seinen zweifelhaften Ruhm wirklich Länge mal Breite. Klaro, dass bei solchen Bedingungen Sicherheit vor Speed geht, das bloß das Rigg oben bleibt und ihr euch nicht verletzt! Hinter den beiden Führenden sind die Abstände ja wirklich so gering, dass durch taktische Varianten auf der verbleibenden Strecke noch alles drin ist, ohne es jetzt übers Knie brechen zu müssen. Darum alle guten Wünsche, dass ihr das berüchtigte Kap nun schnell und heil rundet und den Bug wieder nach Norden richten könnt!
Toi, toi, toi,
D
Hi Boris, hi Ryan,
a quote form Charles Darwin from his passage of Cape Horn:
“This fearful region seems so threatening to me, as if it were the opening to another, a more terrible world – even the devil himself would freeze in this hell.”
- You are almost there and soon back on the Atlantic – for the quick run home!
Cheers,
Silvi
Vielen Dank für das tolle biker-video und den Öl-Geruch!