9th Vendée Globe – Boris Herrmann on route to Cape Horn on New Year’s Eve

 

31st December 2020

Thursday 31st December. On this New Year’s Eve, no one could have predicted just how tight this 9th Vendée Globe would be, with Germany’s Boris Herrmann racing on board Seaexplorer-Yacht Club de Monaco. Out of the total of 33 participants lined up at the start, 27 are currently still in the race, which means that the drop-out rate is still well below the average of previous editions of just under 50%.

As those at the back of the peloton prepare to pass Cape Leeuwin (South Australia), the trio in the lead are putting on an extraordinary show in the south Pacific. Yannick Bestaven (Maître Coq IV), first to pass Point Nemo, the place in the ocean that is furthest away from any land, continues to lead the fleet in complicated weather conditions where rain and cold are a reminder that he is sailing in the “Furious Fifties”.

A Match Race in the South
In Yannick Bestaven’s wake, the race is closer than ever. Charlie Dalin (Apivia) follows in second place, while Damien Seguin (Groupe Apicil) and Thomas Ruyant (LinkedOut) vie for third position. Seguin, a rookie and the first Paralympic sailor to compete in the Vendée Globe, is realising a truly stunning race. But nothing is sealed yet, there is still a long way to go and anything could happen to the podium line-up.
The track lines indicate that the competition in the middle of the Southern Ocean is nerve-rackingly close. After nigh on 20.000km of racing, Boris Herrmann and Jean Le Cam (Yes We Cam) duelled neck and neck for several days. On Christmas Day they secured 3rd and 4th place respectively. What better gift during the festive season than to move up the rankings! “It was like match racing,” said Boris. “You could see what the other one was doing.”

On this 53rd day, bets are still open as the fleet remains compact, with just less than 600 nautical miles separating the leader from Maxime Sorel (V And B Mayenne) in 9th place – A stone’s throw away at this point in the race, whose total distance is 24.296 miles (44,996.2 km).

Suspense builds before the Horn
While the weather was favourable for two weeks, all that changed after the weekend with freezing temperatures and breaking waves hitting the hulls… The Southern Ocean lives up to its reputation! Attention and vigilance will be key over the coming hours and days as the skippers negotiate another big weather system which may well accompany them all the way to the Chilean coast. “I had a big decision to make as regards weather conditions and finally took the southern option,” says Boris Herrmann. “The northern option would have taken me into the centre of a big depression. I will soon know if this was the right choice”.

The New Year begins for skipper Boris Herrmann, who is currently in 6th place, with the passage of Cape Horn. “I can’t wait to round it. It is a legendary place for sailors and all my energy and focus is now on achieving this objective. I will of course be calling or sending messages to my family and friends for New Year, but I have not planned any specific celebration. I will be going into the final third of the race and there is still so much to do to reach the summit”. In fact, it is still a long way to go: Around 8400 nautical miles to cover before the finish in Les Sables-d’Olonne.
Until then, so much could change in the rankings as gaps between boats are likely to close while the fleet approaches the Horn with the first expected to round it on Saturday 2nd January around midday.

The Vendée Globe is a race we would like to win but the race against climate change is one we must win! Four days before reaching Cape Horn, Boris would like to combine his New Year’s greetings with this message and said: “Thank you to our partners in science and industry. In the pursuit of our sport, they enable us to make a scientific contribution to climate research and provide a platform where we can work with everyone to find solutions to the climate crisis and inspire people around the world to join us in this important race. We wish you a happy and successful 2021 and we look forward to everything that is to come! ”

 


9. Vendée Globe – Boris Herrmann am Silvestertag unterwegs Richtung Kap Hoorn

Pressemitteilung vom 31. Dezember 2020

 

Donnerstag, 31. Dezember. Niemand hätte am heutigen Silvestertag eine solche Spannung bei der 9. Ausgabe der Vendée Globe voraussagen können, an der der Deutsche Boris Herrmann an Bord der Seaexplorer-Yacht Club de Monaco teilnimmt. Von den insgesamt 33 Teilnehmern sind aktuell noch 27 im Rennen, damit liegt die Ausfallquote noch deutlich unter dem Durchschnitt vorheriger Ausgaben von knapp 50%.
Während sich der hintere Teil des Feldes gerade auf die Passage des Kaps Leeuwin (Südaustralien) vorbereitet, liefert sich die Spitzengruppe weit im südlichen Pazifischen Ozean derzeit ein außergewöhnlich spannendes Rennen. Yannick Bestaven (Maître Coq IV), der als erster Skipper Point Nemo, den am weitesten von jedem Land entfernten Punkt der Erde, passiert hat, führt weiterhin und segelt in komplizierten Wetterbedingungen, bei Regen und Kälte, schnell durch die „Wilden Fünfziger“.

Ein Match Race im Süden
Im Kielwasser von Yannick Bestaven ist das Rennen so eng wie nie zuvor. Charlie Dalin (Apivia) folgt auf dem zweiten Platz, Damien Seguin (Groupe Apicil) und Thomas Ruyant (LinkedOut) kämpfen gemeinsam um Rang drei. Seguin, ein Rookie und der erste paralympische Segler, der an der Vendée Globe teilnimmt, realisiert ein wirklich atemberaubendes Rennen. Doch noch ist nichts besiegelt, das Rennen ist noch lang und die Podiumsplätze stehen noch nicht fest.
Wie die Track-Linien zu erkennen geben, spielt sich im Süden eine besonders packende Regatta ab. Boris Herrmann und Jean Le Cam (Yes We Cam) lieferten sich nach mehr als 20.000 Kilometern gesegelter Strecke ein Duell der Extraklasse. Sie segelten über mehrere Tage dicht beieinander und sicherten sich an Weihnachten jeweils den 3. und 4. Platz. Was gibt es wohl für ein besseres Geschenk während der Festtage als einen Aufstieg in der Rangliste! “Es war wie ein Match Race”, erzählte Boris. “Man konnte sehen, was der andere gemacht hat.“

Auch am heutigen 53. Tag des Rennens segelt die Spitzengruppe in engem Abstand zueinander. Weniger als 600 Seemeilen trennen den Erst- vom Neuntplatzierten Maxime Sorel (V And B Mayenne) beim Positionsupdate von 15:00 Uhr… Ein Steinwurf entfernt zu diesem Zeitpunkt im Rennen, dessen Gesamtdistanz 24.296 Meilen oder 44.996,2 Kilometer beträgt.

Spannung vor Kap Hoorn
In den letzten zehn Tagen war das Wetter noch angenehm und vorteilhaft, doch seit dem Wochenende hat es sich radikal verändert: Klirrende Kälte, brechende Wellen, die an die Rümpfe schlagen… Bedingungen, die dem Ruf des Südpolarmeeres gerecht werden. Die Segler werden in den kommenden Stunden und Tagen äußerst wachsam sein müssen und die Entwicklung eines neuen Tiefdruckgebiets, das sie wahrscheinlich bis vor die chilenische Küste begleiten wird, sehr genau beobachten. “Ich stand vor einer wichtigen meteorologischen Entscheidung und habe mich schließlich für eine südliche Route entschieden”, erklärte Boris Herrmann. “Die nördliche Option hätte mich in das Zentrum des großen Tiefs gebracht. Ich werde sehr bald herausfinden, ob das nun die richtige Entscheidung war”.

Das neue Jahr beginnt für den deutschen Skipper, der aktuell den 6. Platz belegt, mit der Passage von Kap Hoorn. “Ich kann kaum erwarten, es zu passieren. Für Segler ist es der Ort der Legenden und in diesem neuen Jahr ist meine ganze Energie und Aufmerksamkeit auf dieses Ziel gerichtet. Ich werde natürlich meine Familie und Freunde anrufen oder ihnen Nachrichten schicken, aber ich habe keine besondere Feier geplant. Ich gehe dann in das letzte Drittel des Rennens und es ist noch viel Arbeit, um den Gipfel zu erreichen”. Bis zum Ziel in Les Sables-d’Olonne muss Boris noch knapp 8400 Seemeilen bewältigen.

In der Rangliste werden wir sicherlich noch viele Veränderungen sehen, da im Zuge der Annäherung an Kap Hoorn, das die Spitzenreiter am Samstag, den 2. Januar, gegen Mittag passieren sollten, die Abstände zwischen den Teilnehmern möglicherweise weiter abnehmen werden.

Die Vendée Globe ist ein Rennen, das wir gerne gewinnen würden, aber das Rennen gegen den Klimawandel ist eines, das wir gewinnen müssen! Vier Tage vor dem Erreichen von Kap Hoorn hat Boris seine Neujahrsgrüße mit dieser Botschaft verbunden: “Danke an unsere Partner aus den Bereichen Wissenschaft und Industrie. Bei der Ausübung unseres Sports ermöglichen sie es uns, einen wissenschaftlichen Beitrag zur Klimaforschung zu leisten und eine Plattform zu bieten, auf der wir gemeinsam mit allen an Lösungen für die Klimakrise arbeiten und Menschen auf der ganzen Welt inspirieren können, sich uns bei diesem wichtigen Rennen anzuschließen. Wir wünschen Ihnen ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2021 und freuen uns auf alles, was noch kommen wird! ”