Boris Herrmann auf wissenschaftlicher Mission (GR)

Boris Herrmann setzt Argo-Messgeräte von der „Seaexplorer – YC de Monaco“ aus im Vendee Arctique 2020 bei Island im Meer aus

Für einen kurzen Moment hat Boris Herrmann an Bord seiner Imoca-Yacht „Seaexplorer – Yacht Club de Monaco“ die aktuelle Regatta ausgeblendet. Am 17:28 UTC auf 08.08.2020 hat der Solo-Skipper aus Hamburg eine Drift-Boje in der Nähe von Island im Meer ausgesetzt – der Standort und der Weg des Messgerätes können hier eingesehen werden.

Die Aktion ist Teil einer Partnerschaft mit der „Intergovernmental Oceanographic Commission“ (IOC) der UNESCO und findet in enger Zusammenarbeit mit dem „Joint Centre for Oceanographic and Marine Meteorological Observing Programme Support“ (JCOMMOPS) statt. Mit dem von Ifremer gespendeten wissenschaftlichen Argo-Messgerät werden wichtige Daten über den Zustand der Meere erhoben.

“Es ist wirklich interessant und wichtig für uns, den Wissenschaftlern dabei zu helfen, den Klimawandel und unseren Ozean besser zu verstehen. Das ist ein Anliegen, das ich seit einiger Zeit in verschiedenen Formen unterstütze. Obwohl wir als Regattasegler immer versuchen, unsere Boote so leicht wie möglich zu machen, sind unsere Partner und ich der Meinung, dass es sich lohnt, dieses zusätzliche Gewicht für die Messbojen mitzuführen, wenn man bedenkt, welchen Nutzen die Daten der wissenschaftlichen Gemeinschaft und den Klimaoperationszentren bringen”, so Boris.

Vor dem Rennen kommentierte Boris: “Während des Vendee Arctique Race tragen wir ein Argo- Messgerät mit uns – eine autonome, schwimmende Messstation mit einem Gewicht von etwa 20 kg. Wir setzen diese in einer bestimmten Zone im Wasser aus, die uns von den Wissenschaftlern vorgegeben wird. Die Boje wird 4-5 Jahre lang in dieser Meeresregion unterwegs sein und automatisch Temperatur-, Salzgehalts- und Druckdaten der obersten 2000 Meter des Ozeans senden.

Martin Kramp, Schiffskoordinator bei JCOMMOPS, kommentierte: “Die Segelboote der IMOCA-Klasse, wie Boris Herrmanns Seaexplorer, leisten einen großen Beitrag zur Meeresbeobachtung und helfen den Wissenschaftlern, kritische Beobachtungslücken zu schließen und wichtige Daten in sehr abgelegenen Gebieten zu sammeln. Diese Partnerschaft ist sehr wertvoll, besonders während der COVID-19-Pandemie, als unsere Möglichkeiten zur Beobachtung des globalen Ozeans stark beeinträchtigt wurden”.

Boris Herrmann ist sich der Bedeutung dieser Argo-Messgeräte sehr bewusst, da sie zuverlässige und genaue ozeanographische Daten für die Berufssegler liefern. Diese wissenschaftlichen Geräte setzt er daher nicht zum ersten Mal ein. Bereits während der Transatlantikregatta Jacque Vabre im Oktober 2019 setzten Boris und Co-Skipper Will Harris eine entsprechende Messstation aus, die in der Lage ist, den Oberflächendruck und die Oberflächentemperatur des Wassers zu messen. Der Einsatz dieses Beobachtungssystems wurde von JCOMMOPS koordiniert.

Die von Boris Herrmann während des Vendee Arctique ausgesetzte Argo-Messstation wird während zehntägiger Zyklen Temperatur-, Salzgehalts- und Druckprofile für Bereiche von bis zu 2.000 Meter unter der Oberfläche des Atlantischen Ozeans messen. Wenn das Messgerät auftaucht, wird es das Satellitentelemetrie-System Argos verwenden, um die gesammelten Daten weiterzuleiten. Die Daten werden vom Argos-Datenverarbeitungszentrum von CLS verarbeitet und an das Global Telecommunication System (GTS) zur Integration in Klima- und Wettervorhersagemodelle weitergeleitet.

Dank der langjährigen Partnerschaft des Team Malizia mit dem Yacht Club de Monaco und nun zusätzlich mit Kühne+Nagel, CMA CGM, Hapag Lloyd und MSC konnte das Team Malizia auch seinen CO2-Sensor an Bord des Ozeans aufrüsten. Der bordeigene Sensor misst während dieser 6600 km langen Wettfahrt über 10-12 Tage hinweg ständig Ozeandaten, einschließlich des CO2-Gehalts der Meeresoberfläche, und übermittelt diese Daten an Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts, an das GEOMAR Helmholtz Zentrums für Meeresforschung Kiel (GEOMAR) und an Ifremer.

Boris erklärte den Sensor vor dem Rennen: “Unser automatisiertes SubCtech-Ozeanlabor misst Ozean-C02 und andere Variablen. Das ist eine ziemliche Herausforderung, da man viel Energie für die Messung benötigt und dies nur von einem Schiff aus möglich ist. Zu wissen, wie viel CO2 sich im Ozean befindet, ist im Hinblick auf den Klimawandel wichtig. Dies sind wertvolle Daten für unsere Partner-Wissenschaftler. Da wir durch abgelegene Meeresgebiete reisen, wo sonst kaum Messungen stattfinden, sind wir stolz darauf, dieses Gerät mitzuführen, um die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu vertiefen”. Die Daten, die Seaexplorer – Yacht Club de Monaco sendet, werden in die weltweite SOCAT-Datenbank eingegeben, wo sie allen Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt werden.

“Die Partnerschaft zwischen den Wissenschaftlern, den Seglern und den Sponsoren ist sehr wertvoll, und unterstützt die Erfassung dieser wichtigen Variablen für Meeres- und Klimaschutz”, sagte Dr. Toste Tanhua von GEOMAR, Kiel.

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Der Einsatz dieser Ozeanüberwachungssysteme wurde durch eine innovative Partnerschaft zwischen der Offshore-Segelklasse IMOCA und der IOC der UNESCO unter der Koordination von JCOMMOPS ermöglicht. Segelboote, die an Wettkämpfen teilnehmen, werden mit modernster wissenschaftlicher Ausrüstung ausgestattet, die Messungen im Ozean und die Sammlung von Daten für die Vorhersage und Klimamodellierung ermöglicht. Die operativen Einsatzaktivitäten werden von JCOMMOPS – einer Zusammenarbeit zwischen dem IOC und der World Meteorological Organization (WMO) – koordiniert, die international rund 10.000 In-situ-Ozeanbeobachtungsinstrumente zur kontinuierlichen Überwachung des globalen Ozeans und der darüber liegenden Atmosphäre koordiniert.

Um das Rennen zu verfolgen, klicken Sie hier.


Boris Herrmann and his scientific mission (EN)

Boris Herrmann deploys Argo float from Seaexplorer – YC de Monaco on the Vendee Arctique 2020

In partnership with UNESCO’s Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC), and in close collaboration with the Joint Centre for Oceanographic and Marine Meteorological Observing Programme Support (JCOMMOPS), Boris Herrmann has deployed a scientific Argo float, donated by Ifremer,  during his Vendee Arctique Race. Holding on to 6th position, at 17:28 UTC on 08.07.2020 Boris deployed the Argo float from Seaexplorer – Yacht Club de Monaco (formerly Malizia) near to Iceland – the location and its path can be viewed here.

Boris commented “It is really interesting for us to help scientists to better understand climate change and our Ocean. This is something that I have been doing for some time in different forms and although as a racing sailor we are always trying to make our boats as light as possible, our partners and I believe that carrying this extra weight is worthwhile considering the benefit the data is providing to the scientific community and the climate operational centres.”

Before the race, Boris commented: “During the Vendee Arctique Race we carry an Argo float – which is an autonomous profiling float weighing about 20kg. We deploy this in a specific zone determined by scientists and their scientific needs. This will be around in this region for 4-5 years and will automatically send temperature, salinity and pressure data of the top 2000 m of the ocean back home”

Martin Kramp, Ships coordinator at JCOMMOPS commented, “The sailing boats of the IMOCA Class, such as Boris Herrmann’s Seaexplorer, are a great contribution to ocean observations, helping scientists to fill in critical observational gaps and collect crucial data in very remote areas. This partnership is very precious especially during the COVID-19 Pandemic, when our ability to observe the global ocean was strongly impacted.”

Boris is well aware of the importance of these Argo floats as they deliver reliable and accurate oceanographic data for the professional sailors and this is not the first time he has deployed a scientific device. During the Transat Jacque Vabre race in October 2019, Boris and co-skipper Will Harris deployed an oceanographic drifting buoy capable of measuring surface pressure and surface temperature. The deployment of this observing system was coordinated by JCOMMOPS.

The Argo profiling float Boris deployed will measure temperature, salinity and pressure profiles down to 2,000 m below the surface of the Atlantic Ocean during ten-day cycles. When the float surfaces, it will use the Argos satellite telemetry system to relay collected data. The data will be processed by the CLS Argos data processing centre and be posted to the Global Telecommunication System (GTS) for integration into climate and weather prediction models.

Team Malizia’s long-standing partnership with The Yacht Club de Monaco and now additionally with Kuehne+Nagel, CMA CGM, Hapag Lloyd and MSC has allowed the team to also upgrade their onboard ocean CO2 sensor. The onboard sensor is constantly measuring ocean data during this 6600km race over 10-12 days, including ocean surface CO2 and transmitting this data back to scientists at the Max Planck Institute, GEOMAR Helmholtz Center for Ocean Research Kiel (GEOMAR) and Ifremer.

Boris explained the instrument prior to the race, “Our automated SubCtech ocean laboratory measures ocean C02 and other variables. This is quite challenging as you need quite a lot of power and it can only be done from a vessel. To know how much CO2 is in the ocean is important in terms of climate change and this is valuable data for our partner scientists. As we travel through remote ocean areas, we are proud to carry this device in order to further scientific knowledge.” The data that Seaexplorer – Yacht Club de Monaco retrieves will eventually be submitted to the worldwide SOCAT database where it will be made available to all scientists around the world.

Dr Toste Tanhua of GEOMAR, Kiel, commented: “The partnership between scientists, the sailors and the sponsors is very valuable to support collecting these important variables for ocean health and climate – ocean CO2 cannot be measured from space and we need more observations to better understand the ocean’s role in climate and how that is changing with time. In particular, since the race yachts tend to cross ocean areas not regularly frequented by commercial vessels, some of whom also do similar observations.”

Additional Info

The deployment of these ocean monitoring systems has been made possible due to an innovative partnership between the offshore sailing IMOCA class and UNESCO’s Intergovernmental Oceanographic Commission, under the coordination of JCOMMOPS to equip competitive sailing boats with state-of-the-art scientific equipment, enabling observations of the ocean and the collection of data for forecasting and climate modelling. The operational deployment activities are coordinated by JCOMMOPS – a collaboration between the IOC and the World Meteorological Organization (WMO) – which internationally coordinates around 10,000 in situ ocean observing instruments for the continuous monitoring of the global ocean and the atmosphere above it.

To follow the race please click here.


Le skipper Boris Herrmann en mission scientifique (FR)

Le skipper Boris Herrmann en mission scientifique sur La Vendée Arctique-Les Sables d’Olonnes 2020

En partenariat avec la Commission océanographique intergouvernementale de l’UNESCO, et en étroite collaboration avec JCOMMOPS centre d’observation océanographique et météorologique marine, Boris Herrmann a déployé, à la position 6 à 17:28 UCT le 08.07.3020, du Seaexplorer – Yacht Club de Monaco (ex Malizia) un flotteur scientifique Argo offert par l’Ifremer.

Emplacement et son chemin peuvent être consultés ici.

Boris Herrmann : “Nous sommes fières d’aider les scientifiques à mieux comprendre le changement climatique et nos océans. En tant que skipper et compétiteur, nous essayons toujours de rendre nos bateaux aussi légers que possible mais avec mes partenaires nous croyons que transporter le poids supplémentaire d’une balise Argo est un engagement nécessaire pour la cause scientifique”.

Au départ de la course Boris avait commenté et expliqué l’objectif de sa mission : « Je transporterais un flotteur Argo profileur autonome pesant environ 20 kg, que je déploierais dans une zone déterminée par les scientifiques. Cette balise transmettra automatiquement pendant 4 à 5 ans des données de température, de salinité et de pression jusqu’à 2000 m sous la surface de l’océan Atlantique, pendant des cycles de 10 jours. Via un système de télémétrie par satellite les données collectées, seront étudiées par le centre de traitement CLS Argos et publiées dans le Global Telecommunication System (GTS) pour être ensuite intégrées dans les prévisions climatiques. »

Martin Kramp, coordinateur des navires chez JCOMMOPS, a déclaré : «Les voiliers de la classe IMOCA, tels que le Seaexplorer de Boris Herrmann, contribuent activement aux observations océaniques, car ils aident les scientifiques à collecter des données cruciales dans des régions très reculées. Ce partenariat est particulier précieux en ce moment car avec la pandémie de COVID-19 notre capacité à observer les océans a été fortement affectée. »

Ce n’est pas la première fois que Boris déploie un dispositif scientifique. Lors de la Transat Jacque Vabre en octobre 2019, Boris et son co-skipper Will Harris avaient déjà déposé une bouée dérivante océanographique capable de mesurer la pression et la température de l’eau à la surface.

Par ailleurs, l’étroite collaboration entre la Team Malizia, le Yacht Club de Monaco et son nouveau sponsor Kuehne + Nagel a permis d’embarquer à bord du Seaexplorer-YCM un laboratoire scientifique avec de nouveaux capteurs qui mesureront le CO2 à la surface des océans tout au long des 6600 km du Vendée Arctique Les Sables d’Olonne. Ces données serviront aux chercheurs de l’Institut Max Planck de Météorologie , GEOMAR Kiel et de l’Ifremer.

Boris : « Notre laboratoire océanique SubCtech automatisé mesure le CO2 des océans et d’autres variables. Connaître la quantité de CO2 dans l’océan est important pour mieux comprendre les changements climatiques. Je suis fiers de le transporter à bord du Seaexplorer- YCM et de pouvoir ainsi approfondir les connaissances scientifiques de la base de données mondiale de la SOCAT où elles seront mises à la disposition de tous les scientifiques »

Le Dr Toste Tanhua de GEOMAR, Kiel, a déclaré: «Le partenariat entre les scientifiques, les marins et les sponsors est très important pour soutenir la collecte de ces variables  et connaître la santé des océans et du climat – le CO2 océanique ne peut pas être mesuré depuis l’espace et nous avons besoin de plus d’observations pour mieux comprendre le rôle de l’océan dans le réchauffement climatique, en particulier dans les zones océaniques qui ne sont pas régulièrement fréquentées par des navires commerciaux »

Information additionnelle

Le déploiement de ces systèmes de surveillance des océans a été rendu possible grâce à un partenariat innovant entre la classe IMOCA et la Commission océanographique intergouvernementale de l’UNESCO, sous la coordination de JCOMMOPS afin d’équiper les voiliers de compétition avec des matériels scientifiques de pointe, permettant l’observation de l’océan et les collectes de données pour la prévision et la modélisation du climat. Les activités de déploiement opérationnel sont coordonnées par JCOMMOPS – une collaboration entre la COI et l’Organisation météorologique mondiale (OMM) – qui coordonne au niveau international environ 10000 instruments d’observation in situ des océans pour la surveillance continue de l’océan mondial et de l’atmosphère au-dessus.

Pour suivre la course, veuillez cliquer ici.