Pressemitteilung vom 29. August 2019

Das Team Malizia mit Skipper Boris Herrmann und Gründer Pierre Casiraghi hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg sicher und völlig emissionsfrei über den Atlantik in die USA gebracht. Zwei Wochen nach dem Start im südenglischen Plymouth segelte die IMOCA-60-Hochseeyacht „Malizia“ am späten Mittwochabend (28. August) deutscher Zeit mit der 16-Jährigen an der Freiheitsstatue vorbei in die North Cove Marina mitten in New York City.

Ankunft der Malizia in New York! Foto: © Jen Edney | Team Malizia

Greta, unser ganzes Team ist stolz auf dich“, sagte Herrmann nach der Ankunft vor mehr als 100 Medienvertretern und zahlreichen Klimaaktivisten sowie Fans. Sie sei überraschend nicht einmal richtig seekrank gewesen, erzählte die Schülerin aus Stockholm, die ein Sabbatjahr für ihre Klimaaktivitäten in Amerika nimmt. „Ihre Willensstärke ist faszinierend, und sie war immer gut drauf“, so der Hamburger Skipper, der die große Verantwortung für das Wohl seiner drei Gäste sehr ernst nahm. Außer Greta waren ihre Vater Svante und der Dokumentarfilmer Nathan Grossman mit an Bord.

Zufriedene Gesichter nach der emissionsfreien Atlantiküberquerung: Die fünfköpfige Besatzung der Malizia. Foto: © Ricardo Pinto | Team Malizia

Insgesamt 3.733 Seemeilen, das sind 6.913 Kilometer, legte die „Malizia“ in 14 Tagen und rund vier Stunden über Grund zurück. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gut 11 Knoten, rund 20 km/h. Boris Herrmann: „Wir hatten auf der Strecke sechs Tiefdruckgebiete und zwei tropische Wirbelstürme, die es zu umfahren galt, um so sanft wie möglich über den Nordatlantik zu kommen.

Über 3700 Seemeilen: Hier der Track der gesegelten Route über den Nordatlantik.

Bis zu sieben Windstärken gab es trotzdem unterwegs, und die Höchstgeschwindigkeit betrug mehr als 30 Knoten (fast 60 km/h). An Umkehren oder einen Zwischenstopp dachte jedoch niemand. An der kleinen Azoreninsel Flores Ilha Corvo segelte die Crew am 20. August in den frühen Morgenstunden in elf Seemeilen Abstand vorbei. Das war die kürzeste Entfernung zur nächsten Küste auf dem ganzen Trip.

© Ricardo Pinto | Team Malizia

Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass das Team Malizia mir die Gelegenheit gegeben hat, ohne jegliche fossile Brennstoffe nach Amerika zu kommen“, sagte Greta Thunberg. Der nötige Strom zum Beispiel für die Navigation und die Kommunikation per Satellit wird auf der „Malizia“ von Solarkollektoren und Hydrogeneratoren erzeugt. „Ich habe es genossen, da draußen von der Welt abgekoppelt zu sein. Die Weite und Schönheit des Ozeans werde ich am meisten vermissen und mich daran erinnern, wie wichtig es ist, das wir aufhören, die Welt zu zerstören, in der wir so gerne leben“, so Thunberg abschließend.

 

Greta Thunberg am Bug der Malizia. Foto: © Jen Edney | Team Malizia

Dem pflichtete der 36-jährige Herrmann bei: „Gretas Mission, auf die Klimakrise aufmerksam zu machen, und ein Umdenken der Menschen anzuregen, passt hervorragend zur Malizia Ocean Challenge, die in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft und einem Schulungsprogramm für Kinder und Jugendliche zum Klima- und Meeresschutz wirkt. Wir sind froh, mit der emissionsfreien Überfahrt einen kleinen Teil zur Aufmerksamkeit beigetragen zu haben.

Teamgründer Pierre Casiraghi und Skipper Boris Herrmann bei der Ankunft. Foto: © Ricardo Pinto | Team Malizia

17 Segelboote der Vereinten Nationen entsprechend der Anzahl der UN-Nachhaltigkeitsziele begleiteten die „Malizia“ auf den letzten Seemeilen und unterstrichen die Bedeutung des Besuchs. Greta Thunberg wird auf dem United Nations Climate Action Summit am 23. September sprechen, zu dem UN-Generalsekretär António Guterres geladen hat.

Für das Team Malizia und Boris Herrmann heißt das nächste große Saisonziel Transat Jacques Vabre. Die 14. Auflage führt vom französischen Le Havre über 4,350 Seemeilen (mehr als 8.000 Kilometer) nach Salvador de Bahia in Brasilien. Die Transatlantikregatta wird zu zweit gesegelt und startet am Sonntag, dem 27. Oktober. Das Rennen ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Vendée Globe, der härtesten Soloregatta nonstop rund um die Welt Ende 2020, an der Hermann als erster Deutscher überhaupt teilnehmen wird.

Verrazano-Narrows Bridge in New York Backbord querab. Nächstes Saisonziel des Team Malizia wird die Teilnahme an der Transat Jacques Vabre im Herbst. © Ricardo Pinto | Team Malizia

ENDE

HINWEIS an die Redaktionen:

Medienmaterial (Fotos und Videos) gibt es im Internet unter https://imagebank.team-malizia.com (hochauflösend) sowie https://www.dropbox.com/sh/nh9n72siaskwv27/AACWIK4UM4NGTGgKylrhP55Xa?dl=0 (low-res).

Medienkontakt:

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M: +49 (172) 257-8817

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Greta Thunberg arrives in New York after 14 days crossing the Atlantic aboard Malizia II

New York, 28th August 2019 – The racing sailboat Malizia II with Pierre Casiraghi, founder of Team Malizia and sailor Boris Herrmann, arrived today in the bay of New York with Greta Thunberg on board.

Happy crew on board Malizia. Photo: © Jen Edney | Team Malizia

After 14 days at sea, the IMOCA 60’ crew sailed up the Hudson River, tired but buoyed up by the satisfaction of a well done job. The boat faced complex weather conditions with no less than six depressions, winds up to 30 knots, several cold fronts and rough seas in the Gulf Stream with troughs several metres deep at times. Designed for racing, Malizia demonstrated her potential, reaching speeds up to 30 knots. The average speed was 11.2 knots for the  3,733 nautical mile trip completed in 13 days and 18 hours from Plymouth via the Lizard on the Cornish coast to the Ambrose lighthouse.

Über 3700 Seemeilen: Hier der Track der gesegelten Route über den Nordatlantik.

“I am full of praise for Greta’s courage and determination; her attitude on board Malizia II was exemplary despite the extreme living conditions. I would like to thank everyone in the Malizia team and the Prince Albert II of Monaco Foundation. It was a very emotional moment sailing past the Statue of Liberty, and I thank everyone for all the support we received during this amazing adventure crossing the Atlantic,” said Pierre Casiraghi, Vice-President of the Yacht Club de Monaco on his arrival in New York.

Teamgründer Pierre Casiraghi und Skipper Boris Herrmann bei der Ankunft. Foto: © Ricardo Pinto | Team Malizia

We are proud to have had the opportunity to bring Greta across the Atlantic emission-free and safely. Her mission to highlight the climate change crisis is very much in line with the Malizia Ocean Challenge where we work with scientists and are actively involved with educating young people. The mood was very good on board all the time and nobody felt really seasick. Greta as a non-sailor before this trip kept up very well in all conditions and I would say she’s quite an offshore sailor now. We had some very constructive and interesting discussions, all five crew together, often about the oceans and their role as a CO2 sink, as well as on other topics about nature and the climate. I wish Greta all the best for her actions, strikes and speeches in America. We will go back to our racing programme to prepare for  the Transat Jaques Vabre later this year and the main goal, the Vendee Globe in 2020,” said the German Skipper Boris Herrmann.

Ankunft der Malizia in New York! Foto: © Jen Edney | Team Malizia

The young Swedish girl, a symbol of the battle against climate change and accompanied by her father Svante Thunberg and filmmaker Nathan Grossman, has just completed her first Atlantic crossing to take part in the United Nations Climate Action Summit organised by UN Secretary General, Antonio Guterres, in New York on 23rd September.

Greta Thunberg am Bug der Malizia. Foto: © Jen Edney | Team Malizia

Note to editors:

Media material: Photos and video footage are available online at https://imagebank.team-malizia.com (high resolution) as well as at https://www.dropbox.com/sh/nh9n72siaskwv27/AACWIK4UM4NGTGgKylrhP55Xa?dl=0 (low resolution).

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